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Urkunde mit seiner Frau und damals noch einzigem SohneBernhard, von welchem wir, da er später nicht wiedergenannt wird, mit Sicherheit annehmen können, dass erjung gestorben. '
Auch Johann III. scheint die Ritterwürde erlangt zuhaben; denn wenn wir ihn auch nicht ausdrücklich mitdem Worte „miles" in den Urkunden bezeichnet finden,so wird ihm doch mehrfach der Titel „dominus" beige-legt, ein Titel, welchen man im 13. und auch noch inder ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts nur den Geistliehen, dem höhern Adel und den wirklichen Ritterngab. Ferner, Johanns ganze Stellung, sowohl im öffent-lichen als auch im Privatleben, war eine so geehrte,dass man nicht annehmen kann, er, der Sohn eines Rit-ters, das Haupt der Lehnsleute des Domcapitels undviele Jahre hindurch Bürgermeister der mächtigen StadtMünster, sei im Stande gewesen, diese Stellung zu be-haupten, wenn er nicht selbst Ritter gewesen.
War bereits sein Vater durch die Pflichten seinerAemler und die fortwährende Unsicherheit des Landesveranlasst, sich in Münster niederzulassen, so war fürihn noch weit weniger Grund vorhanden, die vielenBande, welche ihn daselbst fesselten, zu zerreissen undseinen Wohnsitz wieder nach Deckenbrock zu verlegen;denn seine Lebenszeit fällt in eine dem Adel Westfalenshöchst nachtheilige Periode. Die nach der souverainetestrebenden Bischöfe überzeugten sich nämlich bald, dassdieses Ziel niemals erreicht werden könne, solange derhohe und niedere Adel seine alte Freiheit behaupte. Sieduldeten deshalb nicht den Bau fester Häuser und Bur-gen, und wenn dergleichen doch gegen ihren Willenerrichtet wurden, so fehlte es ihnen selten lange aneinem scheinbar gerechten Grunde, dieselben zu zerstö-ren oder zum wenigsten ihre Besitzer so weit zu demü-thigen, dass dieselben sich schon sehr glücklich schätzten,