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Abriss aus dem Inhalt des so umfangreichen und bedeu-tenden Werkes mitzutheilen, damit man dadurch einewenn auch nur oberflächliche Anschauung von der gründ-lichen Ausführlichkeit erhalte, mit welcher Em. Bach sei-nen Gegenstand behandelt hat.
Bezieht sich derselbe zunächst auch nur auf das Ac-compagnement nach dem bezifferten Bass, und würde erjetzt, wo diese Art die Musik zu setzen, nicht mehr in Ge-brauch ist, nur noch ausnahmsweise anwendbar sein, sosind doch die Grundsätze und Regeln, die hier zum erstenMale in der Form praktischer Lehrsätze festgestellt wer-den, noch heut dieselben, die sie vor 100 Jahren waren,und werden kaum späterhin deutlicher und in innigeremZusammenhange mit der ausübenden Kunst dargestelltworden sein.
Freilich konnte das sogenannte feine Accompagne-ment von Niemandem besser beleuchtet, in allen seinenTheilen gründlicher und vornehmer erfasst werden, alsvon Carl Philipp Emanuel Bach, der neben seinertheoretischen wie praktischen Ausbildung in dem Musik-salon Friedrich's des Grossen 20 Jahre hindurch die voll-kommenste Gelegenheit gefunden hatte, Vortrag, Nüancen,Feinheit der Auffassung und schnelltreffende Combinationenpraktisch zu üben.
Auch hier ist es die Schule Seb. Bach's, die sichin der gründlichen Kenntniss und Verwendungsbefähigungfür die Grundsätze der Harmonie kund giebt. Mit Er-staunen erkennt man aus diesem Werke, welche ungeheu-ren Ansprüche jene Zeit an die Cembalisten, au ihre Auf-fassung, ihre Fertigkeit und Sicherheit in der Anwendungder Lehren vom Generalbass und an ihre künstlerischeUeberlegenheit über alle musikalischen Verwickelungen,Schwierigkeiten und Formen stellte. Wie Wenige möchtensich heut wohl unterstehen, vom Blatte weg aus dem blossenbezifferten Bass eine Begleitung für Musikstücke zu im-provisiren, in denen sich die schwierigsten Probleme