Druckschrift 
Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

ein Beschützer der Grabhalle seiner Ahnen. Durch Seine Ver-wendung wurde das Kirchcndach erneuert, der Schutt ausgeräumtund das Gotteshaus vor seruern Unbilden auf's sorgfältigste be-wacht. Er verwandte sich auf's eifrigste für den Wiederaufbau.Auch der jedem Freunde der Menschheit und des Fortschritts un-vergeßliche Erzbischof von Köln Graf Spiegel, sowie der verstor-bene Ober-Landes-Baudirector Schinkel waren große Verehrerdes Baues und ließen nicht nach, sich für die Wiederherstellungzu verwenden, und als unser jetzt regierender König am 31.Oetbr 1833 als Kronprinz die Ruine besuchte, gab er dem Land-ratbe Sein Wort, die Baumittcl herzugeben.

Am 16. August 1834 bewilligte der Hochscligc König eineSumme von 22,WO Thlrn. zu Wiederherstellung des äußernMauerwerks, mit der Bestimmung, daß die Kirche dereinst zumSimultaugebrauchc für das Bedür'fniß der in der Umgegend woh-nenden Evangelischen dem Gottesdienste geöffnet werde, jedochohne ein Pfarrspstcm. Der Graf von Fürstenberg - Stammhcimkaufte vom damaligen Besitzer des Klosters, dem Freiherrn Theod.v. Fürstenberg-Heiligenhoven dessen Privatansprüche, die ihm dererwähnte Venerische' Kaufvertrag an die Kirche gewährte undschenkte sie dem Könige, wodurch der unselige Rechtsstreit für im-mer beseitigt war. Der K. Bauinspcctor Biercher zu Cöln erwarbdarauf vom Klostereigeuthümer 20 Fuß Raum, um die Kirche,sowie das Material aus den eingestürzten Abteigebäuden. Derwirkliche Bau begann daraus im Jahre 1835 unter steter Ober-leitung des genannten Bauinspeetors, dessen Plan zur Wieder-berstcllung die Allerhöchste Genehmigung erbielt, durch Herrn Ban-kondueteur Krvnenbcrg, und wurde bis zur Erschöpfung der bewillig-ten Bausumme während drei Jahren rüstig gefördert, so daß imHerbst 1837 der eingestürzte Thcil, das Kirchenchor, bis zur Höheder Seitenschiffe und Ueberwölbung der Pfeiler daselbst aufgeführt,und die Ausbesserung am Acußcru der hintern Kapellen und deSChores vollendet wurde, welche mit äußerster Sparsamkeit ansge-geführte Herstellung die Summe von 17,006 Thlrn. hinnahm.Durch eine neue Bewilligung von 21,666 Thlr. konnte der Bauim Jahre 1846 wieder beginnen, und in dieser zweiten Periodebis zum I. 1842 ließ der'Bauinspcctor durch Herrn Bauconduc-tcur Krantz die eingestürzten Thcile bis unter das Hauptgesims,sodann die sechs neuen Scitengewölbe, sowie alle neue Fensterim Steinwcrk ausführen. Ferner wurde das Dach über demChor und dem Kreuze, sowie der südliche Giebel vollendet unddie äußern Mauern und Pfeiler am hohen Chor und den Kreuz-armen reparirt, was außer den erwähnten 21,666 Thalern einefernere Summe von 3000 Thlrn. kostete, die Seine Majestätunser jetzige König auf die Verwendung deö damalige» Ober-