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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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bleibt die Attenbcrgcr Kirche, die ehedemdie bergische Kirche, derbergische Dein" ginannt war, auch nachdem st'c ihre schätze derjüngstverstossenen' trüben mirakelsüchtigen Jahrhunderte verlorenbat, noch immer das Ziel froiumer Pilgerfahrten, die daS gläu-bige Gemüt mit rechter Erhebung lohnen. Von mancherlei Ver-unstaltungen dunkler Vcrirrungeu befreit, prangt sie jetzt wiederin ihrer schönen Eiufachbcit. 'So ist der Attenberg noch immerbeilig geblieben den,' Volke. Von tiefster Ehrfurcht durchschauertbetritt der für die beilige Religion begeisterte Pilger die bochgc,wölbten Hallen des schönen Gotteshauses, dessen großartiges Gcfügeihn die Rabe des Ewigen ahnen läßt, welche die Brust des Bau-meisters erfüllt hatte. Der Kunstfreund sieht hier den würdigstenGegenstand der Kunst dem höchsten Ideale uabe gebracht; derFreund vaterländischer Geschichte findet eine reiche Quelle zur Er-klärung der ehemaligen Größe des deutschen Volksgeistes offen,und in den Grabdenkmalen der Fürsten, in den Geschichtstaseln,Wappenschildern und Inschriften eine Reichhaltigkeit von Nachrich-ten über die Vorzeit, wie sie ihm noch i» keinem Buche dargebotenwurde. Zumal für den Bergischen ist die Altcnbcrger Kirche dasbedeutsamste Denkmal der Vorznt. Sie ist eine große schöne Ur-knude seiner fast tausendjährigen Landsmannschaft. Jeglicher steindort hat geschichtlichen Werth für die Heimat.

Auch dem Freunde von Naturschönhcitcn wird die Mühe derWaiiderschatt durch das von rauher Bergcinödc umfaßte, von einemraschen Waldbache durchstoßene Altenbcrger Tbal gelohnt, dessenReize, die frische Fülle der Auen und von Nachtigallen bewohnteHaine mit schönen Lustgängeu, durch den überraschenden Anblickhochragender Bauwerke und die Ruinen der fernsten Vorzeit erhöhtwerde». Nur Schade, daß immer noch kein fahrbarer den Dhün-bach entlang leicht zu bauender Weg daS schöne Odinthal demBesuche erschlossen hat!

Die Geschichte des Klosters und der Abteikirchc aber ist eben sogemütlich anziehend, als ernst lehrreich. Weder die Sühnniig einerBlutschuld, wie sonstwo der Fall, noch Eigensucht, nicht das Schreek-uiß und der allgewaltige Hebel jener Zeit, die Furcht vor Spuckund Hölle, legten den Grundstein zum Baue des bergischen Klo-sters, sondern das heilige Gefühl der Liebe, die Bruderliebe.

Die Stiftung des Ktofiers.

^Vie anS der Schirmvogtei der Kölnischen Kirche hervorgegangeneGrafschaft Berg, vom Schlosse Berge an der Dhün ihren Namen