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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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Der ÄS. September 1847 zu Allenberg.

er Eröffnungsfeier dcS Gottesdienstes ist zu Altenberg ein Festvorhergegangen, daS in der Geschichte dieses Domes eine Stelleverdient, und der gottesdienstlichen Weihe zum günstigen Vorzeichengereicht. Die zur Mitwirkung beim ersten Gottesdienste zu Atten-berg vereinigten Sänger halten bei der Reise des Königs in SeineNbeinlande de» Wunsch vorgetragen, Ihm im Heiligthume derVäter die Huldigungen des Danks und der Liebe darzubringen,was Nllerböchstdieselben huldreichst aufzunehmen geruheten. Kapell-meister H. Dorn k atte bicrzu eine Festkantate gesetzt und deren Lei-tung übernommen. Alles war auf den 26. Septbr. zum Empfangeangeordnet; doch obgleich am 20. erst die Nachricht an die Vereins-vorstände gelangte, daß der Königliche Besuch schon am 22. Stattfinden werde, und die ungünstigste Witterung einfiel, so hatten sichdoch um I t Uhr Morgens schon über 490 Sänger aus 29 Ber-gischen Vereinen, sowie die Liedertafel von Köln und mehre Mit-glieder des dortigen Männergesangvereins zur Generalprobe einge-funden. Viele der Sänger, die erst am Vorabende die Benach-richtigung erhalten hatten, mußten noch vor der Morgenhelle diebeschwerlichsten Pfade antreten, um nach mehrstündiger Fußreiseunter beständigem Regen unfern Dom zu erreichen.

Nach der zu Brühl abgehaltenen Heerschau kam der König gegenEin Uhr Mittags zu Straßerhof an. In Seinem Gefolge be-fanden sich der Prinz Wilhelm von Preußen mit den SöhnenPrinzen Adalbert und Waldemar, der Kronprinz und Prinz Karlvon Baicrn, sowie der Herr Minister von Bodelschwingh, der HerrQberpräsidcnt Eichmann, der Herr Generaldirektor der Museenvon Olfcrs, der Konservator der Alterthümer, Herr Bauratb vonQuast, der Regierungspräsident Herr von Raumer, der Herr Land-rath Schnabel u. A. Trotz des fortwährenden Regens verließ derKönig bei .Blecher den Wagen, um auf Ihm bekanntem steilemFußpfade die Beschwernis; der Wanderung mit Seinem Volke zutheilen. 'Jubel begrüßte den auf nicht gefahrlosem Wege mkräftiger Rüstigkeit in's Thal herabsteigenden LandeSherrn- Mitherzcngewinnender Freundlichkeit trat Er durch die Schaaren derLaudleute in die bereits gefüllte Kirche, wo Er mit rechtem Kenner-blicke alle Theile der Wiederherstellung und des Neubaues in Au-genschein nahm, und dem Königl. Bailinspector Bircher, der diesemWerke zwölf Jahre gewidmet hatte, Seine Zufriedenheit über dasGelingen kund gab.

Darauf begann der Vortrag des Fcstgesanges, dessen von derTochter des Verfassers überreichter Tert Se. Majestät und dieKöniglichen Prinzen huldreichst anzunehmen geruheten. Die Sän-ger und das aus Burscheider Musikern besetzte Orchester warenim südlichen Krcuzflügel und den daran stoßenden Scitcnhallen auf-