fried Engels (1723—39) und Johann Hördt (1739—79) erleb-ten die letzte LKütczeit dos Klosters im Bollgcnusse seines Reich-tbums, der außer den vielfach größern Naturalien aus Weingüternund Meicrböfen ein jährliches baarcs Einkommen von 40,990 Nthr.brachte, wovon etwa 30 Mönche lebten, aber anch viele Strme ge-speiset wurden. Die Zahl der Ableigütcr betrug etwa 200, dieseht einen Werth von vielen Millionen babcn würden. Darunterwaren die Probsteien zu Bingen, Reuse, Horchhcim, Sürdt :c.und die Herrschaften Niel, Glesch und Dirmerzheim, welche denTitel der iufnlirtcn Prälaten, die einen fürstliche» Hofstaat führ-ten, verlängerten. Abt Franz Kramer (1779—91) ein kunstlieben-der Man» brachte durch Verschwendung das Kloster in Schuldenund wurde der Verwaltung entsetzt. Der franz. Empörungskricg! entriß alle westrheinische Güter und bedrängte mit Kriegsstcuern.l Im I. 1793 dieme das Kloster den Kaiserliche» zum Spital,l In den folgenden Jahren litt eö durch franz. Gelderpressungcn.linier Joseph Graf, dem letzten Abte, wurde der Convent zu'Al-tenberg am 4. Febr. 1803 durch die Venerische Regierung aufge-hoben, die Klostergütcr wurden für Staatscigcnlhum erklärt unddie Mönche mit einer spärlichen Pcnsion ausgewiesen. Nach derfreundlichen Gewohnheit eines unbesorgten Zusammenlebens wurdevielen von ihnen das lieben durch Nahrungssorgcn verbittert. AbtGräf starb am 20. März 1814 in Eöln.
4. Allenberg nach 5er Aushebung der Abtei, verfallund Wiederherstellung der Läirche.
--Nchon mit dem Tode der letzten Vergischcn Herzogin, mit Si-billa von Brandenburg war die Bedeutung der Bergischen Landes-kirche verloren. Der Mittelpunkt des Landes war durch die Ver-bindung mit Kleve an die Wcstgränze des HerzogthumS Berg,nach Düsseldorf gerückt worden. Den Versammlungen des Volkswar man überhaupt seit dem großen Bauernkriege nicht gewogen,und daS neue Herrscherhaus suchte mit Fleiß Alles Landcseigen-thümliche zu vernichten. Wie es die alten Bergischen Volksfestedrückte und verbot, so suchte es auch die Anhäuglichkeit an Alles,was in einer vielhundertjährigen Landsmannschaftlichkeit theuer ge-worden war, vergessen zu machen. Dies äußerte sich noch mehrbei der Ncuburgischen Regentschaft, die unsrer Heimat im I. 1072mit Dragoner-säbeln eine neue Verfassung anzwängte, und tratbesonders unter der allen Beziehungen zum ursprünglichen Bergi-schen Hause fremden pfälzischen Negierung hervor, die alles Lan-deScigenthümliche völlig zu zertreten und mit ihrem neuen Namennicht nur die Schul- und Gebetbücher, sondern alle Landesbaute»