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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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deutend ergriffen und der dachlose Dom dem Verderben bloßgestellt.

Die Nachricht von diesem Unglücke erweckte die langschlummcrndeThcilnahme für den Gottesbau »nieder. Kräftige Stimmen wur-den dafür laut, besonders in der Grafschaft Mark, im Wupperthaleund in Köln. Um der Kirche ein Dach zu verschaffen, wnrde zufreiwilligen Gaben aufgerufen und eine Gcldsammlung veranstaltet.Götste, der damals Altenberg besuchte, drückt seine Frenke darüberaus, daß man das schöne Bcrgische Gotteshaus, das er dem Straß-burger Münster und dem Kölner Dome zur Seite stellt, und wel-chem er vor diesen den Preis der Vollendung ertbeilt, zu erhaltenstrebe. 21,WO Thaler hatte das Land aufgebracht. Leider wurdemit dieser Summe nur ein schlechtes Ziegeldach gebauet und dasInnere der Kirche übertüncht, wobei manche Zierde, die Vergol-dungen der Pfeiler und Gcwölbgräte untergingen. Das Zi> gel-dach wurde bald vom Sturme zerrissen, der Regen durchdrang dieGewölbe, und mehre Ankäufer der Abtei, deren Besitz wechselte, botender obigen Verkaufklausel wegen alle Kunstgriffe auf, den Einsturzdes Chores herbeizuführen. Eigennutz plünderte fortwährend. DieOrgel, die Röhren der Wafferleitung, Gräberplanen, Leuchter undMalereien wurden gestolen, und die Pfeiler sogar untergraben. Ami. Oelbr. 1321 stürzte ein Theil des hohen Chorgewölbes auf dieFürstengräber herab, und am andern Tage schon erklärte der Nent-meister des damaligen Klosiereigenthümers, die Kirche für Ruineund somit für Eigeuthum seines Herrn. Er war drei Tage hin-durch mit Arbeitern beschäftigt, das Heiligthum auszuräumen.Viele bemalte Fensterscheiben wurden sogar im noch feststehendenSchiffe ausgenommen, die Kirchcnnhr, Geschichtstafeln, Bstder, Leuch-ter, Wappenschilder u. s. w. weggenommen, lim ein wenig Eisenzu gewinnen, wurden werthvolle Denkmäler zerstört, und sogardie Fürstengräber mit roher Habgirr erbrochen und nach Schätzendurchwühlt. Erst am 0. October erhielt die Kirche polizeilichenSchutz. Der Kr. Landrath, Herr Schnabel zu Mülheim veran-laßie die gerichtliche Verfolgung des Bergischen Hcrostrats; jedochdas Landgericht entschied, daß erst dann/ wenn die Kirche wiedergebaut werde, ausgemacht sei, daß man sich hier an Staatseigcu-thum vergriffen habe. Nur wenig von dem Fortgeschleppten wurdezurückgebracht. Trotz der hinfort thätigeren Aufsicht wurde dieKirche noch fort und fort beschädigt und beraubt, und in denJahren 1300 u. 31 stürzte wieder ein beträchtlicher Theil des Chor-gewölbes ein. DaS herrliche Gotteshans lag in Trümmern, Pflan-zen wucherten auf den Grabmälcrn, der Schult des Chores warschon mit Strauch wert überwachsen, und die noch stehenden Gewölbegrünten voll Schlaminmoos. Da bewies sich aber der Prinz Wil-helm von Preußen, damals Gouverneur der Nhcinprovinz, als

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