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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
Entstehung
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1. Vie heutige Sedeuttamkeit von Attenberg-

Ältcnbcrg, die Wiege des ältesten Fürstenstammcs unserer Heimatund so vieler ruhmwürdigcr Helden, war als Mittelpunkt desBcrgischen Landes, dem es den Namen gab, seit vielen Jahrhun-derten von Fürsten und Volk ausgezeichnet durch vererbte Anhäng-lichkeit, gehegt und bochbcgünstigt unter allen Orten des Landes.ES war seine reiche Abtei im stillen Dhünthale weltberühmt in dendeutschen Landen, bekannt in der ganzen Christenheit wegen ihrerreichen Neliquicnschätze, die dem Bergischen Gottcshause von Für-sten und Kaisern geschenkt, oder von heimziehenden Kreuzfahrern zuhohen Preisen verkauft wurden. Nicht minder war es hochbclobtwegen des heiligen Wandels, des wirksamen Gebetes seiner 'frommenMonchSgenosscnschaft, aus welcher Viele, sogar vier Grafen vomBerge vom Volke als Heilige verehrt und durch Wunder, die nachSchrift und Überlieferung an ihrem Grabe geschahen, sogar vomHimmel ausgezeichnet wurden. Viele Jahrhunderte hindurch wares das Ziel meilenferncr Wallfahrten und der Prozessionen der Nach-bargemeinden, welche das Gebcicr der Gottestracht und andererFesttage herbei rief. Aber es war auch eine Schule der Bildungfür mancherlei nützliche Kenntnisse, die das Kloster als Asyl derWissenschast in einer rauhen wildbewegtcn Zeit bewahrte, eineSchule für den hiesigen Ackerbau, die Obstbaumzucht und Wiescn-anlagen, die von den Lapbrüdern verbreitet wurden. DaS ist nunalles' vorüber. Die Mönchsgeuossenschaft ist laugst hinausgezogenauS dem herrlichen Klostergebäude, das an Pracht und Bauarteiner Fürstenwohnung glich, und den Landcsfürsten und Königenwirklich oft zum Aufenthalte diente. Die ehedem so hoch verehrtenNeliquicnschätze sind der Erde, der sie angehören, übergeben, dieunzählbaren 'mit Sammt und Silber verzierten Gebelnreste der11,000 Jungfrauen sind, um sie vor rohem Spotte zu sichern,sammt dem Neliquienkasten des heiligen Pamphilius begraben; dieehedem vom Volke als wunderthätig gcpries'uen vielbesuchten Hei-ligenbilder sind größtenteils verbrannt worden. Seit 30 Jahrenhat keine Glocke mehr die Beter herangerufen, und doch wird dieKirche von Attenberg noch fort und fort von frommen Pilgern be-sucht, noch hat sie einen unschätzbaren Werth, ja einen böhernWerth für uns, als ihr die Schätze und die gepriesenen Werke derMönchsgcnosscnschaft zu verleihen vermochten.

In der Gipfclzcit von Deutschlands Größe that sich die Erhe-bung des Volksgcfühls besonders durch die Erbauung von Gottes-häusern kund, die zur Gebetstelle, zur Versammlungöhalle vomganzen Lande, von Volk und Fürsten gemeinsam erbaut wurden,