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Unter diesen Begünstigungen war das GottesbauS unter denÄbten Tbeodor (1265—1276), Otto (gest. 1286) und MarsiliuS(gest. 1239) im Jabre 1287 zur herrlichen Vollendung gelangt,so daß es am 13. Juli eingeweiht werden konnte. Mau bielt dasGebäude nämlich schon damals, als ihm die von Bischof Wichboldausgeführte Verlängerung des Schiffes noch fehlte, für vollendet,und es war große Freude im Lande über den herrlichen Dom, denman auch fortbin „die Bergische Kirche" nannte, obwobl das Klo-ster in Urkunden damals abwechselnd „das Bergische Kloster undauch Abenberg lfmans valim)" genannt wird. Welche Hobe reli-giöse Begriff rung sein Anblick unter den damaligen Gläubigen zuerwecken vermocht, gebt schon daraus hervor, daß der Besuch alsein hochverdicnstlichcs Werk galt. Der Bischof von Köln ertheiltedeshalb am 25. August 1287 jedem, der die Kirche zu Allenbergbesuchen werde, neun Karencu und neunmal vierzig Tage Ablaß.Die Weiber aber, welche nach damaliger Strenge des Eistcrzien-strordenö die Kirche nicht betreten durften, konnten sich des Ablassestheilhaft machvu, wenn sie die Kapelle an der Klvstcrpforte be-suchten, waS unS auch den gleichzeitigen Bau der Markuskapelleund der Marienkirche (nnla porlnff) erklären hilft.
Im Jahre 1288 schenkten die Sieger von Worringen einengroßen Theil der Beute an das damals bewunderte Gotteshaus,welches außer Gaben für die Seelenruhe der Gefallenen auch denFrohnbof mit Zehnten und Patronat zu Bechem, die KatzbrrgerHöfe bei Reusrath und Blee bei Hittorf erhielt. Unter den ÄbtenHeinrich (1289-1303), Jakob (gest. 1313) Johann (gest. 1314)Theodor (1320) und Reinhard (1360) wurde das Innere derKirche durch schöne Altäre ausgeschmückt, prächtige Neliqnienkastenwurden gefertigt und die Gebeine der 11,000 Jungfrauen undanderer Heiligen mit Silber, Gold und edeln Stoffen geziert,zum Schmucke über den Aliären auf großen Tafeln befestigt.Viele setzt halbvcrmoderte Heiligenbilder mit beweglichen Köpfenund Händen mögen auö jener Zeit stammen. Auch die Bibliothekwurde damals bereichert. Ein Wolkenbrnch, der am 23. Mai1324 das Tbal erfüllte, beschädigte die Abteigcbäude außerordent-lich. Das Wasser stand fünf Fuß hoch in der Kirche und zehnMönche ertranken, was man dem den Glanz des Klosters benei-denden Teufel zuschrieb, der unterhalb der Dhünbrücke im Fluß-bette stehend, das Wasser gestaut, bis ihn Abt Rhcinhard bemerktund erozirte, so daß er sauiiut dem Wasser mit üblichem Schwefel-gerüche hinabfuhr. Ein Strich an der Wand deS^Hcrzogcnchoresmit der Schrift ewae tlilnviuin nun- bezeichnete die
Höhe der Flut,
Unter den Abten Philipp (gest. 1335), Heinrich (1338), Her-mann (1346), Ludwig (1362) Pilgrin (1366) und Wilhelm (1370)