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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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knnst bewundert wurden. Da fand ma» auch die Kirche, welcheobnehüi durch das Erdbeben im I. 1222 bart beschädigt war, fürdie Würde dcS >veltbcrühmten Klosters, für die Bergische Haupt-landeskirche zu klein, und man fastle den Plan, hier einen groß-artigen Landesdom zu errichten. In dieser Zeit, als die freicstcdeutsche Verfassung noch ungckränkt geblieben, und Alle beriethen,was für Alle war, bedurfte man großer Versammlungsräume,und vom Christenthnm, von der reinsten Begeisterung für die hehreReligion durchdrungen, wählte man hierzu die Gotteshäuser, dieDome, welche uns die Größe jener Zeit noch heule anstaunenlassen. Von dem Dombau in Köln noch besonders zu dem großenWerke angeregt, legten der Erzbischof Konrad von Köln, GrafAdolf von Berge und dessen Bruder Walram, Herzog zu Limburg,am Z.März 1255, unter der Anwesenheit vieler anderer geistlicherund weltlicher Fürsten, und unter begeistertem Frohlocken des Vol-kes den ersten Stein zu dem heute noch bewunderten BcrgischcnDome. Attenberg hatte die Bedeutung der ehemaligen namcn-gebcnden Landcsresidenz Berge noch forterhalten, das Kloster wurdenoch immer als Mittelpunkt des Landes angesehen. Es hieß da-mals nur das Kloster Berge, das bergischc Kloster, und seine Kirchedie bergische Kirche, (ulnu^lru!»wnlons^ om'lczsinmons «trvnuus, MÖNS Kloriosus). Diese Bedeutung erklärt dieWahl der Banstättc, wo' das Land seine fromme Erbebung durcheine» heiligen Niesenbau verewigen wollte. Derselbe überzeugt aufden ersten Anblick, baß er für eine Klosterkirche, für den Gebrauchvon etwa 4il Mönchen nicht aufgerichtet ist. Er war das Werk,das Eigcnthum dcS Landes; die Mönche blos die Hüter des Heilig-thnms. Volk und Fürsten boten sich die Hand zur Aufbringungder Bausumme, das ganze Land steuerte mir reichen Gaben,' mitfreiwilligen Hand - und Spanndiensten bei. Viele traten ihr gan-zes Vermögen zur Förderung dieses vaterländischen Werkes gegenlebenslängliche Verpflegung ab, und geistliche und weltliche Fürstender Nachbarschaft leisteten thätige Hülfe, gestatteten und befürwor-teten Sammlungen von Beiträgen dafür in ihren Landen. Schonnach zehn Jahren (1265) war der Bau des ChorcS soweit gediehen,daß es zum Gottesdienste eingeweiht und benutzt werden konnte.

Die im I. 1145 errichtctc^nnd 1147 vollendete Klosterkirche warzu dem Baue, der ihre Stätte einnahm, abgebrochen worden.Während der Bauzeit wurde der Gottesdienst in der noch stehen-den Markuskapclle gehalten, die zu diesem Zwecke wahrscheinlichkurz vor dem Angriff des neuen Baues errichtet war. ") Die Fun-

») Der Verfasser dieser Blätter hat in seinen 1830 bei Feilncr in Köln, 1836bei Falkenberg i» Barmen und 1838 bei Ambergcr in Solingen erschie-nenen Schristchcn über Attenberg irrtbümlich aufgestellt, daß die Markus-