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und die man darum Thum? sDome) nannte, welches altdeutscheWert die Versammlung überhaupt, die Vereinigung und Überein-stimmung der einzelne» Tbeile zum großen Ganzen, und deshalbauch die Große selbst bezeichnete, wie das altdeutsche Wort thuomenmit nuiAuilit'üra übersetzt wurde- Allenberg, die bochbegünstigteStätte unserer Heimat, wurde, als sich die Grafschaft Berg zueinem selbstständigcn Gebiete gestaltet, und durch vielhundcrtjährigeVerknüpfung aller Lebensverhältnisse zu einer Volksthümlichkeit ge-bildet hatte, auch mit einem selchen Deine geschmückt, der alsTräger der damals im Dienste Gottes himmelanstrebcnden Kunstdie erhabensten Ideen von Einheit und Größe hier zu verkörpernstrebte. In dem reinsten Kirchenbaustyle, in bewunderungswürdi-ger Einfachheit aufgeführt, belehrt uns der Bergische Dem zu At-tenberg über die Große der Zeit, über die heilige Begeisterung,die das Gemüt unserer Borväter zu gotterfüllteu Thaten erhebenhat, die nur Dünkel verkennen kann. Hier erhalten wir den Auf-schluß über die großen Regungen der Kreuzzüge, über das Büßcr-nnd Klosterleben in seiner ehemaligen est verkannten Reinheit, diemit erfrischendem heiligem Hauche den anweht, welcher die altenverachteten Geschichten aus ihrer Legendensprachc zu übersetzen weiß;hier erhalten wir Aufschluß über alle die Opfer, die das liefe deut-sche Gemüt dem Höchsten „darzubringen vermochte, und die unsdurch keine Heuchelei oder Übertreibung Einzelner cutwenhet wer-den können.
Als ein heiliger deutscher Eichenhai», gepflanzt ans das Erlö-sungszcichen, daS christliche Kreuz, erbebt" sich der Riesenbau inprächtiger Erhabenheit dem für Große und Schönheit empfänglichenGcmüte nicht als eine blos künstlich gesormw Eleinmasse, sondernbis in die kleinsten Einzelnhcitcn vom heiligsten Hauche gotterfülltcrKunst durchweht und belebt, gleichsam als ein verkörpertes Gebetin Innigkeit und Wahrheit und tiefer Fülle zum Höchsten erhebend,alle die gewaltigen Massen schlank hinanfstrebcnd und sich vereini-gend in Einem Punkte nach Oben. Der unbefangene Betrachterinust von dem herrlichen Anblicke erhoben, muß mit Achtung erfülltwerden für jene große Zeit, die diese Wunder der Baukunst ge-schasten und die hohe Bedeutung derselben für sie besonders dadurchhervorgehoben hat, daß der bloße Bestich, der Anblick des Gottes-hauses für ein religiöses, vcrdst nstliches Werk erachtet wurde, wie bi-schöfliche Ablaßbriefe, namentlich in Bezug ans Altenberg beurkunden.
Traurige Verirrungcn haben spater 'jahrhundertelang den deut-schen Volksgeist mit Kleinlichkeiten umnebelt, haben von der wahrenBedeutung dieser Kunstblüten abgelenkt, sie dem Volke unverständ-lich gemacht. Die Gegenwart hat sich endlich zu ibrem Verständ-nisse wieder emporgeschwungen und jene großen Ideen in ihrerganzen Herrlichkeit wieder verstanden und erfaßt. Deshalb ist und