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Altenberg im Dhünthale : Festbeitrag zur Eröffnungsfeier des durch Seine Majestät unsern König wiederhergestellten Bergischen Domes
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gestellt. Der Mm'g und Sein Gefolge hallen sich gegenüber aufden vor den Grabmalen Ihrer Erlauchten Ahnen am Herzogen-Chor aufgestellten Sitzen niedergelassen. Herrlicher erschien der solange verlassene und verstummte, jetzt von dankfreudigem Volkevollgedrängte Dom, da der Gesang die akustischen Hallen erfüllte,deren Würde der treffliche Tonsatz, die gelungene Ausführung ent-sprachen. Die tiefste Stille herrschte. Sie bekundete, wie sehr daSVolk die Bedeutsamkeit der Feier ergriffen. Die Chöre, die Cho-räle, die von Kölner Solisten trefflich ausgeführten isoloparthienin spannender Abwechselung rissen zur Begeisterung hin. Sichtbarerfreut erhob sich der König und sprach zu den Sängern in huld-reichen Worten: wie Er die Leistungen um so mehr zu würdigenwisse, da man sich durch die ungünstige Witterung nicht hatte zu-rück halten lassen. Der TonschopferH. Dorn und der Verfasserdieses Büchleins hatten darauf in einer huldreichen Ansprache desKönigs Gelegenheit, den ausgezeichneten Kunstkenner zu verehren.Vor Seinem Scheiden gab Er zu erkennen, wie sehr Er gewünscht,in Mille seines Volkes hier dem Gottesdienste beizuwohnen, und ver-sicherte, daß die desfallsigen Verhandlungen gefördert werden sollten.Der Hochruf eines zur Begeisterung erhobenen Volkes, die brün-stigsten Segenswünsche begleiteten den König 'und Sein Gefolgeans dem Thale. Im fortwährenden Regen bewegte sich das Volkso fröhlich, als sei das sonnenhellste Wetter gewesen.

Leider konnte in so kurzer Frist zwischen Benachrichtigung undBesuch kein Raum hergestellt werden, der die Belgischen Sängerzum gemeinsamen Mahle vereinigt hätte. Doch in den eben vor-handenen Räumen vereinzelt, war Allen gemeinsam das Gefühlder Freude, die Begeisterung für den geliebten Landcovater, vonDessen huldvollem Auftreten viele Begegnungen noch lange forter-zählt werden. Den Bergischen Dom "sahen "wir nicht blos wiedervollendet; sondern ihn auch der ursprünglichen Bestimmung wie-dergegeben, das Volk um Seinen Landesherr» versammelt. Nachmehren Jahrhunderten zum crstenmale wieder hatten sich die Söhnedes Bergischen Landes unbefohlen zum gemeinsamen Werke der Liebeals Brüder wiedergefunden, und die Freude war durch die Anwe-senheit des Landeovaters gesteigert. Diese Freude des Zusammcn-findens an heiliger durch Religion und gotterfüllte Kunst geweihtenStätte bat gezeigt, wie zeitgemäß die nähere Vereinigung der Ber-gischen Sänger zu fernerem Zusammenwirken. Möchte das Ge-lingen dieses ersten Schrittes zueinander, mit der Landesbrüdcrlich-kcir auch fördern die Kunst als Hebel der Bildung und Gesittung,wie die Anhänglichkeit an den Erlauchtesten Schirmcr derselben, anunser Königshaus!