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dass sie nicht auch solche Kenntnisse besässen. Der

Verfasser dieser Anzeige ist verschiedene Male ein Augen-zeuge solcher Auftritte gewesen, und er könnte diejenigenVirtuosen nennen, die dieses Belienntniss ablegten, unddie zu den berühmtesten in Europa gehören. So seinePhantasien, die einen ungefähren Begriff davon geben, durchwelche besondere Wege Bach hier von einer Tonart indie andere schleicht, dort gleichsam durch einen Saltomortale hinüberspringt, wie er kühne Ausweichungen vor-bereitet und die Tempi ändert, wie es sein Genius gutfindet etc."

In der Tliat enthält diese Sammlung, deren Composi-tion dem letzten Decennium seines Lebens angehörte, nurMeisterstücke. Schon die Sonate in II moll, deren ersterSatz in bewegten Motiven von melancholischem Charakterschnell vorbeirauscht, und deren durch ein kurzes Adagiovon ausdrucksvollem Gepräge eingeleitetes Andantino inE-dur mit seinen phantasievoll zarten Melodien wie einTraum verrinnend schliesst, lässt nicht erkennen, dass ein70jähriger Greis sie geschaffen. Noch bedeutender erscheintdie Sonate in C-dur, deren gesangvolles Largo nichtweniger als das abschliessende Andante grazioso den Ciavier-stücken aus Bach's Berliner Zeit, die Reichhardt so vielhöher stellte, in keiner Weise nachstehen.

Die Rondos sind sehr ausgeführt, das erste in G-durvon dem reizendsten Charakter, voller Anmuth und Grazieund in einem Reichthum und Wechsel der thematischenVerwendung, wie sie kaum in einer der früheren ArbeitenBach's vorkommt. Noch ausführlicher behandelt ist das2. Rondo in C-moll, dessen Ausführung der leichten Tech-nik ungeachtet, ein sorgfältiges Studium erfordert. Sehrschön wirkt die in die harpeggirenden Figuren plötzlicheinfallende, übrigens so einfache und klare Melodie: