In der ersten Fantasie (Es-dur) werden schnell dahin-rauschende Passagen von recitativischen Melodiebildungenund grossen harmonischen Tongängen durchflochten, wäh-rend der mit Poco adagio bezeichnete Mittelsatz in klagendweichen Klangformen daherfliesst, die, erst nachdem ihrInhalt völlig erschöpft ist, in die unruhigbrausende Grang-art der Anfangsmotive zurückführen.
Diese Fantasien zeigen ganz deutlich, dass Bach beiseinen Spielern die Fertigkeit voraussetzte, die harmonischeAusfüllung, wo sie von ihm nicht gegeben war, zu er-gänzen. Was konnten bezifferte Stellen wie die folgendeder Es-dur-Fantasie, wie solches auch am Schluss derA - dur - Fantasie vorkommt,
wohl anders bedeuten?
Die 2. Sonate dieses Hefts in E-moll % mit derschönen Andantinö in G-dur gehört zu den besten ArbeitenBach's und ist der ersten in G-dur weit überlesen
O
Die Rondos dagegen sind, was auch Forkel dagegeneifern mag, von vorzüglicher Schönheit. Sogleich das erstederselben in A-dur (Andantinö) mit seinem sanften Thema,mehr noch das dritte (B-dur Allegro) das überaus graziös