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mit denen man ein angenehmes und vergnügtes Lebenführen kann; und ich bin mit meiner gegenwärtigen Si-tuation sehr zufrieden; freylich möchte ich mich zuweilenein wenig schämen, wenn ein Mann von Geschmack undEinsicht zu uns kommt, der eine bessere musikalische Be-wirthung verdiente, als womit wir ihm aufwarten können."
Wohl mochte ihm der Unterschied in der musikali-schen Bildung und im Geschmacke an der Kunst, so wie derMangel an Umgang mit so ausgezeichneten Kunstgenossengegen Berlin, bei aller Einseitigkeit, die dort nach undnach hervorgetreten war, recht fühlbar geworden sein.Dennoch, wie vereinzelt er in Hamburg stehen mochte,hat doch seine dortige Stellung ihm nicht bloss die directeVeranlassung geboten, eine sehr grosse Anzahl umfang-reicher, zum Theil bedeutender Arbeiten für kirchlicheZwecke zu schreiben, sondern ihm auch die Müsse gelassen,in voller Ruhe und Freiheit seiner Vorliebe für die Instru-mental-Composition zu genügen. Nebenbei konnte er demgeistlichen und weltlichen Liede in einer nicht zu unter-schätzenden Weise seine Aufmerksamkeit zuwenden undden ihm ganz neuen Zweig des geistlichen Oratoriumsbetreten. Ausserdem war ihm die Gelegenheit gegeben,im Unterricht wirksam zu sein und als Virtuose von höch-stem Range sich vor dem dankbaren Zuhörerkreise einergrossen und durch einen sehr ausgedehnten Fremdenver-kehr belebten Stadt geltend zu machen.
So in seiner äusseren Stellung auf die Kunst hinge-wiesen, in seinen Bewegungen und Lebensverhältnissenungehindert und frei, in einer Lage, die ihm jedenfallsdrückendere Sorgen fern hielt, in der reichen Gelegenheitzu anregender Thätigkeit und zu interessantem persön-lichen Verkehr mit geistvollen und hochgebildeten Män-nern, auf ein Leben voll von äusserem Glanz und von reichenkünstlerischen Erfahrungen und Genüssen zurückschauend,wie hätte wohl eine andere Lebensstellung für ihn glück-licher und befriedigender sein können?
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