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1 (1868)
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erwähnt hat er gelassen, class er sich im Jahre 1750 nachseines Vaters Tode um das erledigte Cantorat der Thomas-Schule beworben. In der Enge des Raths zu Leipzig 1 )wurde am 29. Juli jenes Jahres angezeigt, dass sich fürdie Stelle des am 28. 1. M. verstorbenen Cantors odervielmehr Capell-Directors Bachdes Defuncti Sohn,Herr Bach in Berlin, gemeldet habe."

Er erhielt aber die Stelle nicht. Dass er sich damalsnach Leipzig begeben hatte, ist wohl zweifellos. Die trau-rige Lage der Familie, und die Nothwendigkeit einer that-kräftigen Aenderung der Verhältnisse hätten seine An-wesenheit so wie so erfordert. Es ist für die Kunst-geschichte von nicht geringem Belange, dass Em. Bachbei dieser Gelegenheit den musikalischen Nachlass seinesVaters mit seinem älteren Bruder Wilhelm Friede-mann und zwar, wie Forkel 2 ) mittheilt, in der AVeiseübernahm, dass er etwa den dritten Theil desselben erhielt.Auf diese Art sind bei der grossen Ordnungsliebe Bach'sund der sorgsamen Pflege, welche er den ehrenvollen Tra-ditionen seiner Familie widmete, eine sehr grosse Mengewerthvoller Arbeiten seines Vaters der Kachwelt erhaltenworden, zu denen ausser zahlreichen Cantaten und Instru-mentalsachen vor allen die grosse Messe in H-moll, diebeiden grossen Passions - Musiken, das Magnificat, dasWeihnachts - Oratorium und die Kunst der Fuge gehörthaben.

Aus dem Nachlasse seines Vaters stammte auch ohneZweifel die Mehrzahl jener zahlreichen und merkwürdigenArbeiten der Vorfahren der Familie Bach her, welcheEmanuel unter dem Namen des Alt-Bachischen Archivsbesessen hat und die sich jetzt zum nicht geringen Theilein der K. Bibliothek zu Berlin befinden 3 ).

1) Acta rles Raths zu Leipzig, VIII. 63, fol. 238.

2 ) Ueber Joh. Seb. Bach, S. 61.

3) Bitter, J. S. Bach, Tb. I. S. 31.

Dieser Sammlung Alt Bachisclier Stücke nahe verwandt ist die