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zeichnet werden können. Ungeachtet dieser Erfolglosigkeitdient Bach 's Theilnahme daran als Beweis, wie unablässigund vielseitig er bestrebt war, bei Allem mitzuwirken, wassich irgend als Förderung der Kunst charakterisiren liess.In späteren Jahren ist er auf diese Arbeit zurückgekommen.Denn in seinen Gesangs - Compositionen vom Jahre 1770findet sich:

Der Frühling, eine Tenor-Cantate mit dengewöhnlichen Instrumenten" und der Bemerkung auf-geführt:Aus dem zweiten Versuch des einfachen Gesanges."Es kann sich hier nur um die Ueberarbeitung und Instru-mentirung des Wieland'schen HymnusFreude, dieLust der Götter und Menschen" gehandelt haben.

Indem wir dies Werkchen von zweifelhaftem Wertheverlassen, wenden wir uns noch zwei anderen Gesangs-Oom-positionen von ähnlichem Charakter zu, die, ihres geringenUmfangs ungeachtet eine bei Weitem höhere Bedeutungin Anspruch nehmen und einige Jahre später entstandensind.

Es ist dies zunächst Phillis und Thirsis, eineCantate für zwei Gesangsstimmen, im Jahre 1765gesetzt, im nächstfolgenden Jahre in Partitur bei Winterzu Berlin im Druck erschienen, ein Werk voll von Schön-heiten. Es besteht aus 3 Sätzen, ist für 2 Soprane oderauch für, Sopran und Tenor geschrieben und wird von2 Flöten und dem Bass begleitet. Die ausfüllende Har-monie wird durch den Flügel vermittelt, ohne den bei derdamaligen Art zu setzen keine befriedigende harmonischeVerbindung möglich war. Der Text ist sehr einfach.

Nro. 1. Arie. Phillis. E-moll 2 / jcThirsis, willst du mir gefallen,

Singe mir nur Klagen vor.

Höre doch die Nachtigallen,

Itis, Itis hörst du schallen.

Klagen, Klagen reizt das Ohr.