10. „Sie fliehet fort", von Kleist,
14. „Dass ich bey meiner Lust durch keinen
Zwang mich quäle",
18. „Den flüchtigen Tagen wehrt keine Gewalt",von Gleim,
aus seiner Feder sind. Sonst finden sich darin noch Liedervon Agricola, Graun, Nichelmann, Quantz, F. Benda,Telemann und J. J. Graun. Im zweiten Theile ist No. 3von Bach.
Diese Oden waren so schnell vergriffen, dass im Jahre1754 eine neue Auflage gedruckt werden musste 1 ). „Siehielten, wieMarpurg von ihnen sagt, das Mittel zwischendem gekräuselten und zu glatten Styl und waren demInhalte der wohlgewählten Poesien angemessen, bey wel-chen man weder erröthon noch gähnen durfte!"Im Jahre 1756 erschienen bei Breitkopf in LeipzigBerlinische Oden mit Melodien,wovon die Nummern 11. 17. 21 des ersten und 4 und 6dos zweiten (erst 1759 erschienenen) Theils ihm angehören.
Eine andere Sammlung, blos Lieder von Eni Bachenthaltend, in der zum grossen Theile die obigen Liederwieder aufgenommen waren, erschien gleichfalls unter demTitel:
„Oden mit Melodien"im Jahre 1762 bei Wewer in Berlin. Sie enthielt zwanzigverschiedene Gesänge, meist in der damaligen Liederform,welche sich für die jetzige Auffassung nicht über ein ge-wisses Niveau mittleren Werths erheben. Die einfacheSetzart lässt diese Arbeiten ziemlich durchsichtig erscheinen.Lieder, wie das folgende:
i) Kritische Briefe über die Tonkunst. Bd. 1. S. 243.