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drucks. Schon im Magnificat hat sich die erste Spur einerRichtung nach dieser Seite hin gezeigt, welche der Kunstgegenüber im höheren Sinne ohne Berechtigung, aus dersinnlichen Verflachung der Zeit herausgewachsen war. Inder vorliegenden Arbeit ging Emanuel Bach auf dieserBahn einen Schritt weiter, indem er sich von den grossenErrungenschaften seines Vaters entfernte. Nicht als hätteer streng in dessen Schule verbleiben sollen. Wo wäreda der Fortschritt geblieben, dem er zu dienen bestimmtwar? Aber jene grossen Principien, die bei SebastianB a ch so in Fleisch und Blut übergegangen waren,class sie selbst in seinen geringfügigsten Arbeiten ausallen Ecken und Winkeln hervorschauten, hätten auchbei ihm das Streben nach augenblicklichem Erfolge über-wiegen, ihn in seine]' künstlerischen Entwickelung leitensollen. Vielleicht wäre er der eignen Zeit weniger grosserschienen, aber die Nachwelt würde dankbarer gegen ihngewesen sein. Man kann um diese Betrachtungen, welchesich bei dem Studium der Kirchen-Arbeiten EmanuelBach's immer wieder in den Vorgrund drängen und welchebei Erörterung der grösseren Anzahl von Kirchenwerken,die in Hamburg entstanden sind, einer weiteren Motivirungunterliegen werden, nicht herumkommen. Den Verfasserleitet bei ihrer Aufzeichnung und Wiederholung derWunsch, dass jüngere Künstlernaturen, wenn ihnen zufäl-lig diese Blätter durch die Hände gehen sollten, au jenemManne von so seltener Begabung und so aussergewöhnlichemWissen, der wie wenige berufen war, die höchsten Stufender Kunst zu erringen, erkennen möchten, wie alles Talentund Wissen, alle Schöpfungskraft und Ideenfülle, wie derRuhm und die Bewunderung einer langen Generation, wiealles das dem Staube und der Vergänglichkeit anheimfällt,wenn nicht die Reinheit und Grösse der künstlerischenGrundprincipien überall den Griffel führen, bewusst oderunbewusst den Schöpfungen ihren Stempel aufdrücken.
Der Chor No. 1. (Allegro di molto C-dur %: 3 Trombe,