schwer genug wird ihn ohne Weiteres zu übergehen.Freilich fehlt nicht mehr als Alles, um bestimmtere An-haltspunkte zu finden. So bleibt, weil ein gewisser Ideen-Zusammenhang doch vorhanden gewesen sein muss, nichtsweiter übrig als die Vermuthung, dass Bach's in der erstenZeit seines künstlerischen Strebens unverkennbare Vorliebefür das Instrument des Königs, die Flöte, die Veranlas-sung gegeben haben könne, ihn in dessen Nähe zu ziehen.Er hatte schon in Leipzig 5 Trii und 1 Solo für Flötegesetzt. In Frankfurt a. O. waren wieder 1 Trio und2 Soli für die Flöte entstanden, und in Berlin sehen wirseine schaffende Thätigkeit 1738 gleichfalls mit 2 Flöten-Goncerten beginnen. Wäre es nicht möglich gewesen,dass die eine oder andere dieser Arbeiten durch Zufalloder Absicht zu dem Kronprinzen gelangt wäre unddessen Interesse für den jugendlichen Componisten erweckthätte ?
Eine definitive Anstellung hat Bach zu jener Zeitnoch nicht erhalten, wie er denn auch dem Kronprinzenin dessen damalige Residenz nicht gefolgt ist. Er selbstsagt: „Gewisse Umstände machten, dass ich erst 1740 beiAntritt der Regierung seiner Preussischen Majestät förm-lich in dessen Dienste trat." Man könnte hinzufügen, dasser erst ein Jahr später, als Graun im Jahre 1742 dieneue grosse Oper des Königs vollständig organisirt hatte,etatsmässig angestellt worden ist, wie sich dies aus demvon Friedrich dem Grossen eigenhändig vollzogenen„Etat von denen Besoldungen derer Capellbedien-ten von Trinitatis 1744 bis Trinitatis 1745" er-giebt, in welchem man dem Namen Bach unter den „anno1741 zugekommenen Gapellbedienten" mit einemGehalte von 300 Thlr. begegnet 1 ).
0 Dieser Etat, im König], geheimen Staatsarchiv zu Berlin be-findlich, der für die damalige Zeit und für deren Künstler-Geschichte
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