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1 (1868)
Seite
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was den Kronprinzen von Preussen bewogen habe, ihn inseine Dienste zu berufen. Blosse Empfehlungen konntenbei einem Manne von dem Charakter des nachmaligengrossen Königs nicht wohl von Bedeutung sein. DassBach selbst eine derartige Stelle nicht gesucht habe,ergiebt sich aus dem Umstände, dass er im Begriffe stand,eine grössere Reise in das Ausland anzutreten, als ihmunvermuthet jene Berufung kam. Ein berühmter Musikerwar er zu jener Zeit noch nicht, und von seinen Fällig-keiten und Fertigkeiten für die schwierige Stellung einesCembalisten Proben abzulegen, hatte er noch keine Gele-genheit gehabt l ).

Und doch war dieser Punkt für sein ganzes Lebenund selbst in Bezug auf die in ihm liegende historischeThatsache von solcher Bedeutung, dass es dem Biographen

!) Nach einem, in der Gazette musicale de Paris von 1854 befind-liehenMusikalische Fürsten" überschriebenen und angeblichvon Herrn Fetis herrührenden Artikel, der auch in die NeueBerliner Musik - Zeitung übergegangen ist, hätte PhilippEmanuel Bach sich im Jahre 1739 nach Rheinsberg begeben,dort eine Audienz bei dem Kronprinzen von Preussen erbeten, diesemeinige Stücke auf dem Klavier vorgespielt, aber ein Engagementnicht erreichen können, weil Friedrich die Mittel zu seiner Bezah-lung nicht gehabt habe. Bach habe es vorgezogen zu warten undsei dann nach dem Regierungs-Antritt des Königs in dessen Dienstegetreten.

Der Verfasser, in dem Wunsche, diese sonst nirgends ersicht-lichen Angaben näher zu constatiren, hat sich an Herrn Fetis mitder Bitte gewendet, ihm die Quellen dafür zu bezeichnen. Er hat daraufdie Antwort erhalten, dass Herr F e t i s sich nicht erinnere, über Bachetwas anderes, als was in seiner Biographie universelle desmusiciens I. S. 203 enthalten sei, geschrieben zu haben, undihm insbesondere nicht bekannt sei, dass Bach je in Rheinsberggewesen.

Gleichzeitig hat Herr Fetis dem Verfasser sein Bedauerndarüber ausgesprochen, dass ihm, wie er erst jetzt bemerke, diea. a. 0. als in seinem Eigenthum befindlichen Autographen PhilippEmanuel Bach's (16 Briefe und einekurze Anweisung zumGeneral-Bass" petit en 4° obl. 30 pages) bis auf 4 Briefe, derenAbdruck weiterhin erfolgen wird, gestohlen worden seien.