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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
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Eine schwere Ohnmacht mit kaltem Schweiß umfing ihn.Mit Zittern und Zagen legten wir ihn auf das Sophazurück und schickten zum Arzt, der gleich ankam und einigeszur Linderung verordnete. Wohl kehrte das Bewußtseinzurück, aber die Sprache war leise und die Zunge schiengelähmt. Eine eisige Kälte zog durch seinen Körper, unddie Stirn war mit kalten Schweißtropfen bedeckt. DerOhnmachtsanfall wiederholte sich und ging wieder vorüber.Schwer lastete es auf der Brust, heftig schmerzte ihm derLeib.Ach Gott!" weiter konnte er nichts rufen; es warein Schrei nach Erlösung von allem Uebel. Schnell undgeräuschlos richteten wir in der Wohnstube ein Bett herund brachten ihn in demselben in eine bequeme Lage. Esfolgte nun eine heftige Magenkolik, die trotz aller dagegenangewandten Mittel nicht zu beseitigen war. EinigeStunden bleiernen Schlafes folgten. Nach dem Erwachenfreute er sich, wie schön er geschlafen; aber nun kamen dieAthemnoth und die Schmerzen im Magen mit erneuterGewalt. Kopf, Hände und Füße wurden immer kälter,der Puls jagte fieberisch schnell. Er bat uns, meine Frauund mich, seine Hand zu fassen. Sie war kalt und schwer.Sein Haupt ruhte eine Zeit lang an meiner Brust. DerAthem versagte ganz. Er rief uns leise ein letztes Ade! zu.

Die Augen fest zum Himmel gewandt, sprachlos seineLippen, so sah er dem Tode entgegen. Etwa eine halbeStunde hat er so gelegen, kraftlos und todesmatt.

Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen,

Wenn Ange, Mund und Ohr sich schleußt,

Drum bct' ich bei gesunden Tagen:

Herr, ich bcfehl dir meinen Geist.

Verschließen meine Lippen sich,

So schreie Jesu Blut für mich.

Kanu ich nicht segnen mehr die Meinen,

So segne du sie, Herr, für mich,

Und wenn sie bitt're Thränen weinen,

O Tröster, so erbarme dichUnd lasse der Verlass'nen SchreinDurch deinen Trost crhörlich sein!