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verboten und viel Fleischnahrnng empfohlen, aber geradediese mundete ihm am wenigsten. Obst und Gemiise aßer am liebsten.
Von Ostern vorigen Jahres ab war er mehr dennfrüher ans Bett gefesselt. Eine Brustfellentzündung bildetesich aus, die aber glücklich geheilt wurde. Sobald es seinZustand jedesmal erlaubte, war er unaufhörlich geistigthätig und hat mir in treuer Benutzung seiner Zeit einVorbild hinterlassen. Eigentlichen Müssiggang, Tage undStunden irdischen vergänglichen Freuden geweiht, kannteer nicht. Als Erholung von seiner Arbeit war ihn: dasLiebste ein Spaziergang, oder gemüthlich seine Pfeiferauchend zu Plaudern, nicht etwa über leichtfertige, ober-flächliche Dinge, — nein, wer sich mit ihm in ein Gesprächeinließ, mußte gründlich in Gottes Wort und in denwichtigeren Dingen dieser Welt Bescheid wissen. Doch hater es auch nie verschmäht, mit dem Einfachsten undGeringsten ein Gespräch anzuknüpfen, und wird indiesem Andenken noch Vielen lebendig bleiben. Erwar ein Mann ans dem Volke, wußte Bescheid in allen(ich sage nicht zu viel) Dingen, war sehr belesen und inseinen Spezialforschungen von einer Kenntniß ohne Gleichen.Es war ein köstlicher Genuß und Gewinn, mit ihm umzu-gehen. Gemüthlich, erbaulich, mahnend, lehrend und er-fahrungsreich — daniit ist seine Unterhaltung gekenn-zeichnet.
Der Winter des Jahres 1892 nahte kalt und hart,wie selten einer. War nun schon mein Vater gegen diekalte Jahreszeit überhaupt empfindlich, so mußte dieserWinter seinen Ausschlag bis zur höchsten Empfindlichkeitsteigern. Wohl waren Wohn- und Schlafzimmer stets gutgeheizt, aber das Blut kam, da die strenge WinterlnftSpaziergänge verbot, zu wenig in Bewegung, um einenachhaltige Erwärmung des Körpers hervorzurufen. ZuWeihnachten fühlte er sich sehr matt und angegriffen, ließes sich aber doch nicht nehmen, in gewohnter Weise dieChristbanmfeier zu begehen.