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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
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entstanden ist, nnd zwar in dem letzten Jahrzehnt mehrals früher, dafür liegt nicht die kleinste Ursache an demGeiste der Liebe, mit der die Entschlafene im Hause waltete.Die Liebe derer, die nicht von Natur aber geistlicher Weiseihre Kinder geworden sind und als eine rechte Mutter siehaben lieben nnd ehren lernen, nimmt sie mit ins Grabhinein. Das Haus, aus dem wir sie trugen, hat durch ihrfrühes Scheiden einen schweren Verlust erlitten, das ist dasGefühl, das in allen dem Hause Näherstehenden lebendigist. Etwas anderes muß ich noch erwähnen, das mir per-sönlich immer so wohl gethan hat, so oft ich mit ihr ver-kehren durfte in ihrer langen nnd schweren Krankheit, unddarin werden mir nicht nur ihre Angehörigen, die sie täglichsahen und Pflegten, sondern auch alle, die sie in ihrerschweren Krankheit gesehen haben, beistimmen. Es ist diegroße Geduld und Ergebung in Gottes Willen, die sie be-wies. O, es ist ja nichts Leichtes, so mitten aus rüstigerThätigkeit herausgerissen zu werden und bei aller Geistes-frische die Kräfte immermehr schwinden zu fühlen. Undjetzt ein Bild der Hilflosigkeit, wie sie es bot lange Wochen,und gepeinigt von immer mehr zunehmenden Körper-schmerzen! Wie leicht verliert da der Mensch die Geduld,wie leicht läßt er seine üblen Launen an seiner Umgebungaus, wie leicht verbittert sich da das Herz gegen dieMenschen und besonders gegen Gott, der so schwere Leidenzuläßt. Aber der Entschlafenen dürfen wir es nachrühmen,daß sie in der Tiefe des Leidens ihre Gottesfurcht bewährthat, daß das Feuer der Trübsal ihren christlichen Sinn,ihre Ruhe in Gott, ihre Ergebung in seinen Willen jemehr und mehr geläutert nnd vervollkommnet hat. Dank-bar für jede Aufmerksamkeit, die ihr erwiesen wurde inihrer Krankheit, für die kleinen und großen Dienste, damitdie Ihren ihre Lage zu erleichtern suchten, bewies sie inihrer eigenen Roth noch immer große Theilnahme füranderer Menschen Kummer und Sorgen.

Immer noch hoffend ans eine günstige Wendung ihrer.Krankheit, wurde sie nicht wankend im festen Gottvertrauen

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