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3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
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Der liebe Gott dich zu.

Und droben durch die Wipfel wehtDer Abcndwind wie zum Gebet:

Gott segne die geliebte Todte!

Im Grabe kommen wir zum Frieden, denn im Graberuhet man von allen mühseligen Arbeiten. So lange wirin diesem Lande der Pilgrimschaft leben, müssen wir desTages Last und Hitze tragen. Viele, ja wohl die Meistenmüssen ihre Kräfte ganz im Dienste ihres Berufs ver-zehren und müssen sich's bis zum Grabe herzlich sauerwerden lassen. Und unter diese Zahl gehört auch unsereliebe Entschlafene.

Ihre Eltern waren der Schnllchrer Christian Koch inLübzow bei Perleberg und Marie Elisabeth Koch geb.Nehfeld, Tochter des Küsters und Lehrers Johann KonradRehfeld zu Mankmnß. Unsere liebe Entschlafene warunter ihren Kindern die einzige Tochter. Sic wurde ge-boren zu Lübzow am 21.October l825 und erhielt in derheiligen Taufe die Namen Marie Magdalenc. IhrenSchulunterricht empfing sie von ihrem Vater, während dieMutter sie in allen häuslichen Arbeiten unterwies. Nachihrer Einsegnung führte sie eine Zeit lang ihrem BruderFriedrich, Lehrer auf der Weißglashütte bei Nheinsberg,die Wirthschaft. Darnach kam sie nach Kolrcp (Priegnitz)zu Pastor Gräfe's, wo sie bis zu ihrer Bcrhcirathnng am27. December 1854 blieb und eine gute Vorbildung erhieltzu dem wichtigen Stande einer Hansmutter, in den siedurch ihre Verheirathnng mit meinem lieben Bater, demHausvater des Dannenwalder Nettungshanscs zu Schönebeckbei Pritzwalk, eintrat.

Wie viel Arbeit und Sorge sie hier durchlebt, wiemanche Freude in ihrer äußerst glücklichen Ehe sie ge-nossen und wie treulich sie gewnkt im Dienst der innernMission, davon können diese wenigen Zeilen nicht berichten,wohl aber können und müssen es bezeugen alle die, welcheihr im Leben nahe standen und noch hier auf Erden weilen;sie müssen ihr über das Grab hin nachrufen:Das Leben