Druckschrift 
3 (1893) Vom Jahre 1879-1893
Entstehung
Seite
VIII
Einzelbild herunterladen
 

VIII -

Kleinod bleiben, dessen Verlust Wohl nicht wiederzu ersetzen ist. Denn was ich über unsere Vorelterngeschrieben habe, läßt sich nirgends wieder auffinden,da nach meines Vaters Tode die noch vorhandenenUrkunden, die ich aber wörtlich abgeschrieben hatte,verloren gegangen sind. So bleibt also nur dieseFamilien-Chronik der einzige Ausweis und Weg-weiser in die vergangenen Tage unseres Geschlechts,ein Civilstandsregister in der Familie, aber mehrals eine bloße trockene statistische Tabelle.

Achtzehn Jahre sind mit dem heutigen Tage,wo ich dieses schreibe, vergangen, als ich mit meinertreuen Lebensgefährtin und unfern Kindern hierherkam. Sie ruhet nun schon eine Weile von ihrerArbeit, und einsam geht mein Weg ihr nach, bisdie liebende Hand unseres Herrn uns wieder ver-einigt, wie wir glauben und hoffen.

Der Herr aller Gnade segne uns und alleunsere Nachkommen jetzt und immerdar.

Nörten, im Gräfl. Waisenhause, den 13. Novbr. 1885.

Th. Eckart.

Uli, Nur dieses Vorwort noch hat mein Bater ge-schrieben, der Bericht von 1879 an ist vom Unterzeichnetenverfaßt. Rudolf Eckart.