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7,Erg.-Bd., Lfg.1- (1859) [Ergänzungen und Nachträge zum Bayerischen Adel]
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TIROLER ADEL (ständisch).

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Stammwippen: von G. u. R. schräg gethcilt.Oben ein aufspringender # Eber, unten ein s. Schräg-balken, gleich mit der Theilung. Auf dem Helm derEber wachsend zwischen einem #, und einem r., s. ge-theilten Horn, beide in den Mündungen mit Pfauen-spiegeln besteckt.

Decken: #, g. u. r., s.

Bern.: Bei Siebm. IV. 51. ist diess Wappen so,dass der Schild von hinten oben nach vorne untenschräggetheilt ist, wie mir dünkt unrichtig, da einSiegei die hier gegebene jedenfalls passendere Richtungder Schrägtheilung hat.

Im Wappen von 1651, das beim tirol. Adel Taf. 5.gegeben ist, findet sich Feld 3. silber mit r. Figur, imvermehrten, gegenwärtig (s. unten) dagegen, ist dasFeld ro th u. die Figur s. gekleidet. Sie hat hiereinen Kranz, s. Rosen auf dem Haupt u. drei s. Rosenin jeder Hand.

Das vermehrte Wappen ,-wic es die Familieg egenwärtig führt, hat auch einen II. Helm, auf wel-chem die Figur von 4 wachsend, doch dass die Rosenin den Händen r. sind.

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Enzeiibei'g,

siehe auch beim krainer Adel und unter Grems beimf tirol. Adel.

Egger (Tafel 9.)

I von Marien fr eid, (nicht Marienlrcund). JohannSebastian E g g e r, Stadt - u. Landrichter zu Kufstein,wurde 1726 mit obigem Beinamen geadelt.

Das beim tirol. "Adel Taf. 5. gegebene. Wappen ge-hört nicht zu diesem Geschlecht, ist das Wappen derEgger von Egg.

Die E. v. M. führen nachstehendes Wappen:Geviertet, 1. u. 4. in S. ein r. Löwe, 2. u. 3. in R. dreis. Spizen aus dem Vorderrande kommend. Auf demHelm der Löwe wachsend, ein Schwert in denPranken.

Decken: r., s.

So auf einem Siegel des Geadelten, v. J. 1749 mitFarbenangabe.

Eine andere mir mitgetheilte Abbildung hat dieLöwen im Schilde auch mit Schwertern in den Pranken,und die Spizen in 2. u. 3. aus dem Inner-Rande kom-mend.

Fedrigotti (Tafel 9.)sind in Branzoll angesessen. Nach einem Siegel istdas Kleinod: ein aus Fla mm en hervorbrechenderr. Phönix u. die D e ck e n sind r. in g.

Freysing. (Tafel 9).

Das Wappen Aichach siehe beim f tirol. Adel.Das Wappen, welches die Mayr vor ihrer Namens-u. Wappenänderung führten, war: In S. ein g.-gewaff-neter # Widder auf gr. Dreiberg schreitend. Auf demHelm zwischen s. Flug der Rumpf des Widders.

Decken: #, s.

Gentilotti.

Johann Franz Gentilolti von Engelsbrunn, ist27. Sept. 1729 landständisch in Salzburg geworden. Der-selbe wurde noch im selben Jahr in den Fieiherrnstanderhoben.

Goldegg

besizen Goldegg und Lindenberg n i ch t mehr, dagegenKarneid, Zirnberg, Prack enstein, Spau-regg, Töll u. das landesfürstliche Lehen zu Riedim Ö. Innthal.

Johann Franz v. G. erhielt für sich u. s. Nach-kommen, dd. Pressburg 4. Juli 1723, das Indigenat vonUngarn.

Die Caualli oder de Cabalis, deren etwasverändertes Wappen im gevierteten goldegg'schen Schildeerscheint, sollen (nach dem goldenen Buch der RepublikVenedig) von Adrianopel nach Venedig gekommen sein.

Rota gibt in seinem Blasone Veneto viererlei Wappender Caualli, von denen das eine (in R. ein auf-springendes gezäumtes s. Ross, der Schild mit einem b.Balken, darauf drei s. Sterne, überlegt, dreimal in Quad-rirung mit andern vorkommt. Das zweite aber in ß. eins. Ross, über dem Schild einen r. Schrägbalken, zeigt.Keines der beiden Wappen hat absolute Identität mitdem in 2. u. 3. des goldegg'schen Schildes.

Joannes de Caballis war 1427 Domherr zu Trient.Barbara von Ross, die Lezte (de Caballis?) war anJohann Stocker zu Greifcnegk verheirathet. IhreTochter Helena war des Hieronimus v. GoldeggHausfrau, u. durch diese kam das Wappen in denSchild.

Hausmann (Taf. 9.)

(Freiherrn.)

führen den TitelHausmann von Stetten, Frei-herrn zum Stein unter Löwenberg, Lanegg undGreiffenberg.

Ihr Wappen soll in diplomate so wie auf derTafel sein, u. unterscheidet sich von dem früher (Taf. 9.)gegebenen wesentlich dadurch, dass der Herzschild vonS. u. 11. gespalten; die Löwen in verwechs. Farbenhalten eine weisse Marmorplatte. Auf H e 1 m II. ruhtdie Kaiserkrone u. auf ihr stehen die Löwen, s., r.

Helm I. hat einen b., s. getheilten Flügel (?) undHelm III. ist so wie oben Helm I.

Hepperger.

Der Handelsmann zu Bozen, Karl Joseph Hep-p e r g c r , dessen Voreltern schon vor 200 Jahren einenWappenbrief erhalten hatten, wurde von der K. WittweM. Theresia, dd. Wien 9. Juni 1770, geadelt. Eineandere Linie des Geschlechts blüht in Salzburg. DerAnker soll dem Diplom gemässeisenfarben" sein.

llormayr. (Taf. 10.)

(Freiherrn.)

Das reichsritterliche Wappen von 1725 folgt hiercx diplomate auf der Tafel.

Joh. Felix Konstantin Hormayr von Ilorttenburgwurde 10. Juli 1736 in Salzburg als R.-Ritter ausge-schrieben.

In der Manr

(Freiherrn.)

von Strelburg. Kurfürst Max Emanuel erhebt denJohann Zacharias Inder in aur, dd. München 2. Mai1700 zu seinem Truchsess und verwilligt ihm das Prädikatvon Strelburg".

(Dekretenbuch Mss.)

Klebelsberg. (Taf. 10.)

Lebte ausser der gräflichen noch eine Linie in Edel-mannswürden in Tirol und ist auch daselbst angesessen.Ihr W appen (nach einem neueren Siegel): Geviertetmit gespaltenem Herzschild, der vorne in R. einen s.Greifen, hinten in G. auf gr. Dreiberg zwei verschlungeneKleeblätter (Stammwappen) zeigt.

Der Rückschild enthält das Wappen der v. Katze-lohr*): 1. u. 4. von G. u. # getheilt, mit einer auf-springenden s. Kaze, die einen Ring mit abhängenderKette^ um den Leib trägt, 2. u. 3. in B. ein g. Schräg-balken mit drei b. (alias #) Pfeilspizen belegt.

Zwei Helme: I. ein kaiserlich gekrönter r.-ge-Ideideter Rumpf zwischen #, g. u. s., r. getheilten Flug.II. Drei b. Pfeile mit r. Flitschen übereinandergeschrägt.

Decken: I. #, g., II. b., g.

(Vergleiche auch bayr. Adel S. 88, Taf. 104.)

*) Die v. Katzelohr, österreichisch, werden sonst als f auf-

feführt. Mayerhofer sagt sogar bestimmt, dass Benedikt Kaze«ohr zu Fraysbnr^, Pfleger im Sarnthal 1593 als der Lezteseines Namens und Stammes gestorben und darnach das Wap-pen an v. Klebeisberg verliehen worden sei. Nach Bagminlpom. Wappenb. leben in Pommern jedoch noch dieses Ge-schlechtes u. Wappens.

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