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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3343-3344
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ZZ4Z Zeug Zeug-Haus

Jeug-Haus

Mme, cls LeZxneur Si K.I5 ?zxc>n 6s reisten möge- Uiber solche Balcken nun wer-

Oi>z!»n«, Ra^chils (^»ll-5, die sogenannte vuu-xiliincs, t>>üxncrre5 und k'rc-cz,

welche in der Normandie gemachet werden;die meist weiß-grau vermengte, glqtte undgestreiffte vrnguer-, die weiß und grau so ge-nannte l'irsrzinez, welche von Wolle undZwirn gemacht, die schmale «>zr»e5 -ie s-c.Die «Englische, darunter vornemlick die so-genannte Cron - Rasche; die Holländischesind die vieler!«» k^rr,c»nz, oder CamelvtS,därene Soy^Polomiten, Leidische tisrxe-, u. s. f.Deutschland hat eine grosse Menge derer sc-

den d'.e Tücher, ober auch die grossen Netze,dergestalt gekänget, daß solche eine Elle vonder Erde hangen, in der Mitren aber, wo ge-fahren wird, müssen sie hrch gebänaet wer-den, daß em Waqen zu fahren, ftepen Raumhaben kan, An beyden Giebel Ende» kom-men die Thore, um da hindurch ein-undauszufahren, wie auch zwey Thore nach demHofe zu. Oben in den« Dach-Stuhle kom-men allerhand leichte Nei?e und Wappen,aul die kleinen BalSen zu hängen. Inson-derheit muß das Ziegel-Dach mit,guten

genannten Land-Zeuge, Rasche, Boyen und j Kappfenstern allenthalben wohl »'ersehen, undFriese, welche zu»! Theil zu Colberg, Ham- über und über dergestalt verwahret seyn, daßbürg, Bremen, Lanqensaltze, zum Theil zu «der Reaen nicktdurcknäjsen,noch der SchneeGer«/ Aitenburg und vielen anderen Orten sdurchstieben möge- Unten in allen oierWin-inehr fabrieiret, und entweder von purer kein werden von Latten kleine Verschlafe ge-Wolle, oder mit unternie«aten Zwirn, oder? machet: 'i« deren erster» das Wagnerzeug,mit untermenaten Canieel Haaren, oder von 5 in dem andern das Stellzeug, in dem drir-Seiden zubereitet werden, > ten und vierten die Gabeln und Zangen :c.

Zeug. heißt auch überhaupt iede cörperli-! und anderes dergleichen nothiges Geräthe,cheMaterie, oderwohlgariede geringe,nichts liegliches absonderlich aufgehoben wird; dienüßende oder verivirrt unter einander liegen-" Kasten zu denen Thiere» werden auch absen-de Sacke. Ja man braucht es von alier-, derlick und ordentlich zusammen gesetzet.Hand D-naen auch mit einem Zusatz, z. E. Die Furckeln und Hefftel werden an derweiß Zeug, schwartz Zeug, heist die wcisse i Wand auf Tragers hingeleget- oder in dieund gebrauchte Wäsche. Werckzeua, Hebe- - Winckel an die Wand ordentlich hingesetzet.Zeug, .gehöret alles hieher. Zeughafftig heist Aussen «m das Zeug - Haus herum kan mandeswegen inzreriell , unzeughafftig immarc- ^ au jeder Seule Haack -N einschlagen, die Ne-»io!>. ' 'j-e «nd Lappen zu trocknen. Man hat aber

Zeug, heisset auch alles Geräthe und die noch eine schönere Erfindung, den nassen ZeugInstrumente, welche bey einer gewissen Hand- bey anhaltendem Regen-Wetter im Zeug-thierung und Arbeit qa-n? unentbehrlich rec-, Hause selbst zu trocknen, nemlich man lassetgleichen ist alles Werckzeug der Vroseßio- eiserne Haacken, iedeu eine halbe Eile von dem»en. und Handwerker, das Iagd - Zeug, andern, unter ieden Balcken schlage», daranTisch-Zeug, Schreib-Zeug u, s. s. davon an mau das Tuch mit der Ober-nnd Unter-Lei-seinem Orte bereits ins besondere Meldung !ue aushänaet.daß die Nasse sich herunter zie-geschehen- hen, und die Lufft solche austrocknen könne;

Zeug-Haus, ist ein Gebäude, den hohen, - es müssen aber solche Haacken mitten untermittlern und kleinern Jagd - Zeug darinnen! die Balcken sesie anaeschlaaen werden: Dennzu verwahren. Dasselbe soll von Rechts we- z sonsten, wenn die Haacken zur Seite kämen,gen ziemlich geräumlick, groß und weit ge- könte daran ein Tuch im Herabziehen lcicht-dauet/eyn, daß darinnen vieles Jagd-Zeug Uch einhaacke», hängen bleiben und Scha-«n Tüchern und Netze» aufgehangen, und den nehmen. Es haben auch etliche Rollendennoch auch in der Mitten die Zeug-Wage» entweder zwischen oder auf den Balcken, denstehen könen. Wie nun eines ieden Herrn» Zeug damit ohue Sckadeii herunter zu ziehen;Vermögen, auck die Lielchaber der Jagd un- ^ jedoch alles nach Geieaenhett des Hauses undterschiedlich zu finden sind, da mancher viel,! des Zeuges. Oben aus die Giebel gehörenmancher wenig Jagd-Zeug hat, also muß! Hirsch - Gehörne. Answendia herum mußman sich in Anlegung dergleichen Gebäudes, l dirs Haus sein reinlich mit Kalch getünchet,nach «olchen und andern dabey vorfallenden! auf den Boden aber ja nicht etwa« Koni oderUmständen richten. Es werde nun das Zeug-j ander Getraide gescküttet werden, wodurchHaus hundert, oder zwey hundert Ellen laug,! hie Ratten und'Mäuse zu Schaden herbeyso muß es seine proportienirte Breite haben,! gelocket werden. I» die Thore kommen zweyund der Boden denen Schwellen gleich, allent-i grosse runde Löcher, als Schüsseln groß, da-halben mit breiten Stmie» gepflastert wer-j mit die Lufft zu aller Zeit, Taaes und Nachts,Den, weilen man mit Wagen und Pferden, ungehindert frey durchstreichen, und von sichnach Bedurffen, hinein und heraus fahren,! selbst den Zeug trocknen könne. Sonst kan manund den Zeug aus- und abladen muß. Das! auck bey autcm Wetter und trockener LufftSäulwerck soll wenigstens acht Ellen hoch seyn, > die. Fenster öffnen, damit die Lufft desto besser«nd die Balcken oben Zwey Ellen von einan- j eindringen, und inwendig alle Feuchtigkeitder liegen; diese müsse» oben an beyden Ecken benehm en möge. Das Inventarium oder diesein rund und glatt gehobelt seyn, damit der, richtige Verzeichnis über alles und jedes, waSZeug im Abziehe» nicht etwa» an Splitter»! im Zeug-Hause an Jagd-Zeug, Wagen,und Schiefern hängen bleibe, und koch-r'Geschirre und «ndereis rvm grossen bis zum

i kleinste»