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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3281-3282
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-b-r nur viere. Sie halten sich inWäldern, und Wen, von MenschenunbewittMcn Orten auf. Des^ neben sie auf den Raub/ und traben^'«?n und Ställen etliche Mc.lenümber S.e aebe» gemeiniglich etliche bey-den, und machen ."> Winter auf demUns« nur eine Mr>e, als ob es ein eini-A w-sm wäre. Wenn sie des Nachts aus.mDidei, oder Trupp beysammen sind,the>-K ich gegen zehen bis eilff Uhren aus,.s^i t e>>> ieder, wie die Jagdhunde vorck; °e erste, welcher was antrifft, w.rd? ,md giebt ansang« aus wie em Hund,bald solches die andern, so noch nichts an--ettcffcn, hören, gehen sie dem kaut nach,«selaen und sangen das Wild. Wen»ei» Wolff alleine ein Thier zu sehenoniml, bückt er den Kopff, und wenn ermrckt, daß ihn das Thier nicht vernommen,lMeicht er es mit sonderbarer Behendig-,«t, «der wartet ihm sür, bis er es ei hajchenIm Worbey dieses vermmderns-würdig,wenn ein starcker Wolff ein Wild oderMr (das Weidlein vom Hirschen) avemelM, cr dasselbe bis auf den Kopff und we-« Äiicchen gantz auffrißt, da doch ein Wildmhl zweymahl so schwer und grosser ist, alsck Wolff. Diese FraWkeit des Wolffeshat >u dem Sprichwort Anlaß gegeben: Daßein übeimäßiger Fresser einen Wolffs Hun-gtr jii haben gesazet wird- Die Ursache die-ses uMnieinen starcken Frasses und Umätt-Weit aber mag diese seyn, daß, indeme derWeiss oon solchem Thiere reisset, er immit-M, ehe er damit fettig wird, den erst-ge-iiOiien Fraß wieder verdauet, und durchtiekssung von sich bringet, daher» man ge-immglich, wo solcher Fraß und AerfleischungMehen, des Wolffes Gcloß bey Haussentab.'y antreffen wird. Weil auch der WolffdenMM Ort, wo cr etwas aeworffen, unddm autcn Bissen verzehret hat, öffters besu-ch« und visitiret, ob cr schon von dem vo-iMii Risse nichts übrig gelassen, so kan man,>rs dergleichen neuer und frischer Riß ange-troffen wird, demselben leicht auspassen, undve die Mahlzeit darnach gelegnen. DieWolffe rantzen zu Ende des Decembers, und«sang des Januarii, in denen so genann-ten Mlff Nächte«/ und cvntimiiren, wieme Hunde oder Fuchse, nicht viel über zehen>« vicrzehe» Tage. Die Wolssin gehet ss-ddnn neun Wochen dicke, und wolffet umm Mitte des Monats Martii. Der Ort,« dieses geschiehet, ist gemeiniglich sehr ab-kÄü/ ? b^ses Thier ohnedemK scheu, so pfleget die Wvlsfin um ihre"M-Ieit noch vielmehr einen solchen° ihre Jmiqe sicher zu behaltenKl!,» A ^ iuchen, und bekommt sie da-»m kder Geniste zu-

s- ^ Aisonderllch aber psiegt

»u ° Gelegenheit des O-'!s zulassen"Me'» g»,,m Nüs-bm und SZ-n--uoielbst >is si^> tzikxjn tr^gene Hügel

aussuchet/ zu haben und auszubringen. DieAnzahl ihrer Jungen sind sünff, sechs, acht,bis neun, wie eines Hundes, nach welcherArt die Wolffin auch ihre Junge sänget. Die-se werden blind gebohren, wie die Hunde,und liegen neun Taqe blind, che sie sekenkönnen, wenn sie aber sünff oder sechs Wo-chen alt, begeben sie sich allsachte bervor zumSpiele»/ und lernen denn auch dessen.Sie lernen mit den jungen Kunden bellen,aber ihre Stimme ist lanae nicht so helle,als der Huxde. Die Alten schleppen ibncnin der WildniK lebendiie Lämmer, Gänse,Hasen, Frischlinge und dergleichen zu, unddas treiben sie so lmiae, bis in das andereJahr, da sie mit lausten können, und aroß zuwerden anfangen. Wenn die Wslffe in ei-nen Schaaf-Stall einbrechen, erwürgen siedie ganyeHeerde, ehe sie ansangen zu reisten.Die Haut wissen sie artig abzuschälen, undlassen sie, wie auch den Kopff und die starcke-sten Knochen lie-ien, wo sie nicht sehr hunge-rig, oder ihrer etliche beysammen sind, dennda gehet es an ein Reisten. Sie «reisten einPserd an von vorne, das Rind-Vieh von hin-ten, die Schweine bey den Ohren, und trei-ben sie mit dem Schwanke nach. Die Hun-de sind ihnen absonderlich ein niedlicher Bis-sen, welche sie bey der Gurael anfasse». ^NtWinter lauffen sie in die Dörffer und Hose,untergraben die Ställe, ja sie werden so wü-tig, daß sie auch die Menschen anfallen undzerreissen. Sie können zu solcher Zeit so-wohl Menschen als Thiere ziemlich weit ver-nehmen, und bey kaltem stillen Wetter heu-len sie zur Nacht-Zeit erschrecklich. Siethu» dem grossen und kleinen Wild mächti-gen Schaden, scheuen sich auch nicht, unterdie weidenden Heerden grossen und kleinenViehes einzubrechen/ und, wenn die Hirtenund Hunde nicht gleich hinter ihnen her sind,was ihnen vorkommt, nieder zu reisten. In-sonderheit haben die alten Wolffe meisterlichgelernet, ein Schaaf oder Schöps aufden Rü-cken zu legen, und davon zu laufen. Um sol-cher Schädlichkeit willen wird ihnen auf vie-lerley Weise nachgestellet, indem sie von denJägern mit einem Stücke Aas von einemPferde oder Rinde geludert, und, wenn siesich dabey einfinden, von einem nahstedende»Baume, oder hierzu gebauten Hütte geschos-sen, oder mit wohl abgerichtete» Hunden ausder Vvolffs-Iaad geheizt »nd erbissen, oderi» wolffs Gruden gefangen, oder im Win-ter mit vielen Menschen in die Netze gejaget,oder in wolffs - Garten gelocket werden,welche Amckel nachzusehen. Ein verwun-deter Wolff wältzct sich in Koth und Pfü-tzen, das Blut zu stillen, kriecht zu Loche,und lecket seine» Schade», wie ein Hund;sonst frist er Dosten oder Wshlgemuth, sei-ne Zähne zu scharffen. Sie haben gar einzähes Leben, und erstrecket sich ihr Alter! owaefehr auf zwölff bis »ie!zehen Jahr.. Wer sie mit Hen - Hunden füge» und fan-' «en wil!, der muß Ächtung geben, wo sie so-" väc! ; W0h!