-8?5 Zeig Teller
aus solchen ablassen, damit sie den Winkerrecht ausgefrieren können, ingleichen, wem«sich an Gebäuden ein Fehler oder Wasser-Mangel ereignet, den Damm und Einlaß aus-^bessern, und das Wasser wieder von neuemhinein leite»/ nicht weniger der Tcich-Flscherey beywohnen, und acht haben,daß die Fische fcjn alle heraus kommen,und n^cht etwa» etliche in den Tümpelnvder Löchern stehen bleiben, auch dahin fthen/daß nicht liederlich Gesindcl von den Fischenetwas weg schleppe, und der Hercschaffr Scha-den zufuge.
Teig, Heisset diejenige Masse, welche ausMehl und Wasser oder Milch, Eyern undVutter zubereitet wird. Diejenigen, worzuMan Roggen-Mehl und Wasser nimmt, ge-braucht man nicht nur zum Hausbacken-Brot, sondern es wird auch zu den grossenPasteten ein Teig daraus zugerichtet, denMan einen gebrannten Teig nennet, dabey«erhalt man sich fowender Gestalt? Mannimmt so viel Mittel-Mehl als nöthig, brei-tet es aus einem Back-Tisch dergestalt auseinander, daß es in der Mitte hohl, aussenherum aber ein guter Rand verbleibe, undsaltzetes; hierauf wird siedend Wasser dar-ein gegossen, und das Mehl mit den Han-den so lange darunter aemischet, bis der Teignicht mehr so weich ist/ alsdenn durcharbei-tet man selbigen völlig glatt, und mercket,daß, le mehr er gearbeitet worden, ie zäherer auch sey. Die übrigen Arten der Teigezum Gebackens sind ein mürber Butter-Teig/ und ein Teig mit Butter und Blät-tern, von dem ersten siehe Butter -Teig,und von dem andern Blätter -Gebackens.Ein Teig, der so mürbe als der beste But-ter? und Blätter-Teig, und das Mittel zwi-schen diesem und dem gebrannten ist folgen-der: Man nehme schön weisses Mehl/ so vielals genug^ seyn dürffre, thue anderthalbPfund schön weiß Schweinen-Schmäln dar-unter/ reibe es mit dem Mehl also ab / alswolle man einen geriebenen mürben Teigmachen, schlage drey bis vier Eyer darein,feuchte den Teig mit guter Milch an, iedochdaß er zähe bleibe, salye solche«/ und arbeiteihn sein steiff, hieraus werden ftdenn die«rossenPasteten zum Rind-Fleisch, Schinckenund dergleichen auf gehörige Art aufgesel?et,und muß der Boden daran so wohl, als derRand eines guten Daumens starck und dickzelassen sey».
Tellev, Heisset in dem Küchen - inveneznodasjenige rund sormirte Geschirre, daraufman bey der Mahlzeit die Speisen zu zer-schneiden pfleget. ES wird dasselbe theilstms Hslk/ theils auch aus Thon, Porcellain,Blech, Zinn und Silber bereitet, ist insge-n,M mit einem guten Rand und etwas tief-sen Boden versehen / iedoch auch offtmahlsohne Rand und gantz platt aedrehet. Die-jenigen, welche das Mitte! zwischen denenkleinsten Schüsseln,! und den großen Tellernbaue!'/ Misset man AKiemn; weiche aber
Teller Terven tin-Bsu mauf einen Fuß erhöhet, und gan« flacssst^ohne einige Vertiessung, werden präscmier-Teller genennet. Noch einer andern Arr finddie so genannten Spiel-Teller, deren mansich meist bey dem Karten-Spiel bedienet, dieklein, flach und viereckigt, aus allerley Materiegemacht sind.
Teller/ bedeutet auch den rund geschnitte-nen Streiff au« Flohr, CattvN/ Nessel-Tuch,Schleyer, Spiken und dergleichen, welcheranden Haube» und Aufsätzen hinten über das Nestgezogen und gestecket wird.
TcllerTuch, siebe Servietten.
Tcngeln, suche Dengeln.
Tengel-Zeug, siehe Dengel-Zeug.
Tenne, suche Scheun-Tennc.
Tennen - Barsche, siehe Arirsche.
Tennen? Meister oder Scheu»-Rnccht,wird an einigen Orten derjenige umer de-nen Dreschern genannt, der denen andern zubefehlen hat, und absonderlich verpflichtet ist,dieselben zu guter und fleißiger Arbeit anzu-halten, und die Aufheben sowohl als dieangelegten Schocke auf besondere Kerb He-tzer richtig anzuschneiden/ auch da etwasverngchläßiger, oder veruntreuet worden,Antwort und Rechenschenschaft davor zu ge-ben hat-
Teppich/ Heisset insgemein disjeniaeDecke von Tuch oder anderm Zeug, dieüber einen Tisch, Banck oder nach derTürcken und anderer MorasnländifcherVölcker Gebranch auf den Beden zur Zier-de ausgebreitet wird / und sind in allen sobeschaffen, als wie die kurtz vorher beschrie-bene Tapeten.
Termin, wird gemeiniglich diejenige Zeitgenenncl, zu welcher etwas zu leisten undzu vollziehen. Z, E. wird der Tag oder dieZeit, darinnen man vor Gerichte erschei-nen solle, der Termin geheissen; inglei-chen wenn man eine gewisse Zeit bestimmet,zu welcher einem andern man etwas zablensoll, so heisser dieses der Zahlungs - Ter-min u. s. s.
Terpentin - Baum, ist ein Baum, welcherauf denen Inseln Cypern und Chio, nun-mehr aber such in Europa gezogen/ und durchSpalt - Töpffe vermehret wird. Er ist nichtgroß/ hat lange Aschen - fäibige Aeste undBlätter, wie der Eschen-Baum, aleichtan Holk und Rinde dem Mzstir-Baum,trägt kleine röthliche Blumen^ Träubel-weise beysammen/ worauf die Blätter/ undfolgend? die Früchte in röthlichen Beerleinetwas grösser, als die Wachholder-Beere«, er-folgen. Er bekommet neben solchen Beerlenrauch etliche rothe Hörnlein, in welchen eineweisse Feuchtigkeit ist, nebst etlichen gesiuaeltenMucken, wie in den Rüstern. Dieser Baumwill einen mit Sand und «Iter Roßduna ver-mischten Gruud / und guten Sonnen -Scheinhaben; wenn man an seine Neben - SclM/die er unten auttreibt, gute Erde legt, gewin-nen diese Wurtzeln. 'Im Winter wirfft er