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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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2341-2342
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2Z4i Rahm Rahm-Sack

dieTuch-Rahmen,die,welche die Pergamenterbrauchen? die Fenster-Nahme»/ dieNeh-Aah-wen u. s. s. .. ^

Rahm,Raam, N?ilch-Rahm,Rohm? vi-st-del,Saline, Schmant, ist der beste und letteireTheil von derMilch, welcher, nachdem die strichgemolckene Milch durchgeseihet, und in die da-zu besti'ünite flache und weite Besässe, Aefcheoder Fäßlein gegossen worden, sich oben ausst-ket, nachgehends mit dem Rahm-Lossel abge-nommen,oder nach abgelassener Milch aus demGefässe heraus aeschopffet, in den Rahni-Topfoder Rahm-Stander gethan, uiib^lvenn dessenaenug vorhanden, in den Rahm- Sack geichut-tet,durch denselben in das Butter-Faß gezwan-get, und also darinnen zu Butter geruhret oder^geflossen wird. Siehe das Wort Rase. Jefrischer der Rahm, ie besser wird die Butter.Wenn man von der Milch den Rahm nicht ab-nimmt,so können sehr guteKäse davon gemacht«erden, welche man Süsse-Milchs-Ääse nen-net.Die Nürnberger Heissenden frischen RahmRern, und den sauren, welchen sie daselbstKannen- oder Maaßweise verkaufst», und zuallerhand Suppen und Brühen gebrauchen,Milch-Rahm. Der frische Rahm oder Sah-ne wird ausser der Butter auch zu vielerlei)Essen und Gebackenen gebrauchet, insonder-heit aber der sehr delicate Chocolaten-Rahmfolgendergestait davon zubereitet: Mannimmt nemlich eine Kanne Rahm und Milchunter einander, von zweyen frischen Eyerndie Dottern, und einen Lössel voll Zucker, ver-menget es unter einander, und lässet es zusam-men sieden, rühret es aber fleißig »in; nach-gehends thut man geriebene Choeolare hin-ein, so viel als nöthig seyn mag, ihm den Ge-schmack und dieFarbe davon zuwege zu bringen,lasset es ein wenig zusammen wieder aufwal-len, treibet es durch ein härnen Sieb, und tra-get es kalt auf. Einen Milch-Rahm aufEn-gelifche Art zuzurichten, nimmt man zweyEyer-Dottern, acht Loth Zucker, vier Lot!» Ci-tronen-und eingemachte Ponierantzen-Scha-len, und zehen Loth geflossene Pistacien, thutdieses unter einander in eine Kanne Milch,darunter etwas Rahm gemenget, lasset es ent-weder auf einer SchüsselÄber demKohl-Feuer,oder sonst bey gelindem Feuer mit einander ko-chen, und rühret es mit einem Löffel oderRuhr-Kellen fein um, damit es sich nicht un-ten anhänge. Wenn es gekocht, schüttetman etwas von Rosen- oder PomerantzewBluth-Wasserdarzn, und traget es auf; mankan es auch vorhero mit geflossenem Zimmetein wenig bestreuen.

Rahmen, heisset, wenn der Wind-Hund ei-nenHasen einholet, und nöthiget, daß er sichwenden muß,

Rahm-Löffel, ist ein grosser eiserner undverzinnter Löffel, womit die Sahne oder derRahm von der Milch in denen Milch-Asche»oder Milch-Faßlein abgenommen oder abge-schöpffet wird.

^Rahm-Sack, ist ein dreyeckiger Sack vondünner Leinewand, in welchen dex gesammlete

Rahm-Ständer Ramme -Z42

Rahm gejchüttcr, und durch deiiseibc» in dasAu/M^a« gezwänget aue in dem

Rahm befindliche Unreinigkeit zurücke bleibenmoqe.

Rahm-Ständer, ist ein höltzernes Gefässe,darinnen der von der Milch abgenommeneRahm zum Buttern gesammlet zn werdenpfleget.

Rahm -Topff, ist ein grosses töpssernes Ge-fasst, welches in Ermanqeluna eines hölzernenRahm-Standers zu gleichem Gebrauch bestimmmet ist.

Raiger, siehe Reiger.

Rain, Rainung? Reen, Rein, Heisset imFeld-Bau ein schmaler zwischen zweyen Ackernbefindlicher Strich Landes, welcher ungepflü-gel liegenbleibet, und sowohl vor ein Mahl,als zur Graserey dienet. Die Raine werdenalso gemeiniglich im Felde zu natürlichen Un-ter-Marcken genommen, und die Güter durcl»dieselben unterschieden; deshalb«! gebrauchtman das Wort Anrainen vor Angrenyen.Sie sind an manche» Orten gerheiler, da nem-lich ein jeglicher Feld-Nachbar seinen Rain, essey zur rechte» oder lincken, nach der Gewohn-heit und dem Herbringen eines jeden Orts be-sitzet, und solchen einig und allein mit der Gra-serey und sonsten zu nutzen und zu gebrauckenhat; an manchen Orten aber sind sie nicht ge-theilt, sondern werden von demjenigen abge-graset, der zum ersten daraufkömmt, welchesaber vor den Eigenthümer und Besitzer des Fel-des, zu welchem der Rain eigentlich gehörensolte, eine sehr verdrießliche Sache ist. EinenRain abzusacken oderabzupflüaen, und zu sei-nem Acker zu schlagen, ist verboten, u»d wirdderjenige, der solches thut, ein Erde-Dieb ge-»cnnet.

Ram-Vveide, siehe Rhein-Vt^eide.

^-?/?> .^«^.der Schweiger odei geschecktevvein ist eine Art eines Wein-Gewäcoseö,wel-ches gank bunte Trauben hat, in ?em die eineHelsste dlanck, dieandereHelffterv", »Ser un-ter den Beeren hin und her die einebianck, dieandere roth ist.

Kckö»/ , ein Italiänischer Wasser-

Vogel, vom Geschlechte der Bläslmge? großwie ein Wasser-Huhn, schwartz und an einigeltOrten etwas weiß. Sein Fett zertheilet,

Ramme,Rammel,Hsye, heisserein Rust-Zeug, da entweder zwischen zweyen neben ein-ander aufgerichteten Höltzern ei» schwere«höltzerner »nd mit Eise» beschlagener Block,theils durch Menschen, tyeils niit ^'ferden auf«gezogen, und mit einem Fall wieder nieder ge-lassen wird, grosse Pfähle, sonderlich im Wasserdamit euiji-ichlagen; oder man hat auch Hand-Rammeln, dergleichen sich dieMasterer oderSteinsetzer zn Feststossung des Pflasters bedi»-»e», welche obe» mit zweyen Handgrisse» ver-sehe», unte» am Fuß aber mit Eisen beschlagensind. Der Teich-GräberHand-Ramu-eln be-stehen in einem runden ziemlich starcke« höltzer-nen Klotze, der die Gestalt eines abgeschnitte-nen Kegels hat? und mit einem etwas mehr alsanderthalb Ellen lange» Gtielversehen ist, wo-

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