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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2121-2122
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et «erden. Das Panster-Rad iK insgemein»ü Fuß hoch, unv dar t6 bis 19 Zoll Weite.Der Wasser-Stand ist mehrentheils be» demBanßer-Zeug ; Qv«drak-Fuß hoch. Es be-stehet oaS Iich-Panster-Zeug 'i°->d.xi. »s. 1>!!!S dem Paiister - oi'er Wasser-Rad >L,njr seinem Stirn - Rad « an einer Welle <'befindlich, we!a>e bey deni Ziel'wercke mitihren Zapssen in den zw.y Rohren derWesse oder Gatter 0» innen lieber, unddurch die zwey Panster- Zieh-Ke'ten >--5.die unten an den Rahmen, so sich in seinerScheiden ans-und abziehen lasset, fest gema-ü»et, oben aber über eine andere Welle l< a>:i^ «ewunden wer.-en kennen. Wenn nun vie,e«geile >'durch dasHasxel-Rad oder die Zieh-«dq».. Scheibe <z vermittels des Getriebes l! unddes Stirn-Rades > unigetrieben wird, ss kandas ganne Rad ^ mit seiner Welle ans und--SWje»er gelassen werden. Die mit Pansrer-"iüZc Jeu ; versehene Mühlen habe» einen grossenVortheil vor denen auf Staber- Zeug erbau-mi, angesehen sie bey.hvch anwachsenden7-'^- Wasser länger mahlen können, und nicht ss^ »eichte ersaüffen, oder gar zu tieff im Stauch- geyen als diese, so, daß man mit allen Was-fern, sie seyn hoch oder niedrig, dennoch mah-lei! kan. Wie dieses sowohl nach der gemei-.neu, als auch auf verbesserte Art beschaffen,davon ist das dritte Cap. in '^eonk. Christ.' > Sturms Mühlen- .Bau-Runst m. 4 6c^ -i,. tc-jl,. nachzulesen.

pantera, ist ein viereckigtes, dreyfaches,auswendig beyderseits mit Spiegel», undinwendig mit einem subtilen weiten Imlgarn.-dd (wie die Hüner-Steckgariie) wohl versehe--' - nes Garn, womit allerhand großen und k!ei-v nen Vögeln, als Drosseln, Amseln, Mist-lern , Kernbeissern, Krammets- Vögel», Fin-l ken und dergleichen gestellet, und dieftlben. ^ i» Menge damit gefangen werden. Der zu-gerichtete Plast, welcher mit der Pantera um-zogen ist, und an dein eine» Ende in der> < Mitte eine Hütte habe» muß, wird Koccv!«genennet, ünrer allen Arien von Vogei-Fänzei« ist dieser mit der Pantere oderkoccoiovhustreirig der re-üchmste, lustigste und ein-traglichste, wiewohl auch, ss viel die GarneMS Zubereitung des Plastes anbetrifft, derkostbarste, und wird solcher sehr starck in Ita-lien, Oesterreich und Tyrel practiciret. Manerzählet dar;» einen Ort, wo dergleichen Vo-gel, die mm fangen will, ihren Strich zuUden, in einem Vorholste, das aus jungenSchlag bestehet, oder auch in einer Aue, und" richtet ihn, nach der kx. - r-b. XI folgenderGestalt an: Die Seite , so just der Hüt-ten gegen über ist, ingleichen die beyden Ne-ben - «selten und »o sind jede vier und- !ccyzig Ellen lang. Die Seiten von e bis ^- rmd 0 bis 5 sind jegliche die Helffte erst be-meldete Lange, nemlich zwey und dreißig El-' ^ , Um und um bis zu der Hütten ist ei»,luerthalb Ellen breiter Gang, auf beyden^citen mit schönen grünen Bäume» i» gu-ter Ordnung bepflanster. Inwendig in die-

Pantera : i?,:

>eiii Gana werden die Garne oder Pantereaufgerichtet , fest angezogen, und die grossen

^-xiegel-Maj^e» unrer sich am Boden mirHaaeken seil augespaunet, damit das Jnngamleichtua) hin > iid wieder g.-zoaeu, und da'durch die Vogel desto schneller können gefan-gen werde». Die Baume, zwischen denenoie Pantera zu icehen kömmt, müssen e^wa»yohcr als nejelbe seyn, auch umen herum,desgleieyen auo> innerhalb, so hoch die Ne-ste reiche», damit suche von denÄeste» n'ichrberühret, noch darein verwickelt werden^gen, vorhero wohl auSgcsümeidelt , vben>her, inweiioii sowohl als aussen herum aberd:ck un? attia gelassen werden. So hochnun diese Bäume ausgeschneidelk sind, so hochmuß auch der «occolo Uiil uns um mit ei-nem Zaun unigeben und eingefaugen seyn,damit kein wildes oder heimisches Thier indie Garne kommen, und selbige zerreisseumöge, weil diese fast bis auf den Bode» hm-uiirer gehen müsse». Im nuttlem Plast des>ioccoiv swd den i i qrösse dürre Fall - Rei-ser, wie sonsie» bey Krammets->ei-.^er-den gebräuchlich, gesestet: diese müssen umeinen halben Ma»n höher sey» als Vie Gar-ne. Fe-rner müssen ausserhalb dieser Fall-Bäume herum allerley Bäume sich, befin-den, welche jedoch nicht so hoch als dieje-nige, so um die Pantera stehe», seyn dür-ft», deraestalt, daß der gantze Plast gleicheinem lustigen Baum-Garten anzusehen ist.Die Hütte i< ist neun oder zeye» Ellen hochin zwey Stockwerck eingetheilet; in demunterste» werden die Vögel gehalten, in demobersten aber ist der Vogelsseller mit den e»-jenigen, so dieser Lust mit gemessen wollen.Nicht weit von der Hütte sind drey vhnge-fehr vier bis sünftehalv Ellen hohe, eben mitgrünen Rasen bedeckte Bühnen , auf wel-chen man die Ruhr-Vögel hat, so man vonder Hütten aueziehen kan; die mirlere Büh-ne muß am nächsten vor der Hütte zweyKlafften! oder sechs Ellen lang, und zweyEllen breit, die kleinen aber recht viereckig,und zwey bis dritthalb Ellen breit seyn. Istder Nnccoio solchergestalt zugerichtet, so hebtnian um Bartholsmäi an, solche» zu bestel-le»; da muß man d;:m gute verhaltene sin-gende Lock-Vögel von Drossel», Amseln undMistlern 1» Bereitschasst habe», in Ermang-lung derselben aber ihren Gesang mit einemPfeifflein nachzuahmen wissen. Die singen-de Lock - Vogel müssen in dem Uvccolo umdie Fall- Baume herum iu ihren Ständenmit Taimen-Gras bedecit, Klassier-hoch ste-hen , und nie verwechselt werden; wenn nunaus ihr Locken fremde Vogel herzu fliegen,und sich auf die Fall-Reiser oder Baumesetzen, ss werden aus den- ober» Aimmerdurch aewisse darzu gemachte Schieß-Lochcr,vermittelst einiger Pallester die Pfeile oderPolste», welche fast wie fliegende Habich-te fvrmiret sind, abgedrücket, die denn ohn-gefehr Klaffter-Hvch oberhalb den Fall-Bäu-men über die fremden angekommenen Vogel0 z HM sah-