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Obst-Darre
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W!>II^ """ denBaumen schädlich, und ml- dem Dorr-Dtublein^iian überall frey darzuIhm dcnenselben wohl gar die Nahrung^ Die kommen, die der Me am nächste» gelegene
zlepffel- Birn-Zeigen- und Qvitten-Baume Horden oder Brcter,und was meistens gedorrt,wollen viel, Mispel-Maulbeer- und am ere an einen kühlen Ort bringen, folglich eines und
dergleichen Bäume etwas weniger gefeuchtet^das andere also remxeriren kan, damit allessevn. Denen Baumlein, so im Martio ver-nvohl, wederzuwenignoch zu viel, ausgedörret,wenn sie nickt sortwachienwol-iund zu?tU!?en gebrachtwerde Uiber dieses-i Haben ne noch diesen N»l?cn. daß darinnen das^ 5 . ? ^^Ullickste gehalten
lassen. Wenn das Obn zu zeitigen beginnet, wird, da sonn bey dem an derLufft aetreuatenwelches man so wohl.schmack ,als auch der gund aber die Aeste durc»!
dermassen beschweret w-.—^ .. ^
Erden biegen,und zu besorgen, ne mochten son-M!hangen kan, wenn das Obst schon ans reinenderlicft, wenn die Nord-Winde stürmen, abbre- Darr-Breteru eingeschoben wird. Alles Obstwen, so muß man denselben vor allen Dingen. ,oll nicht untereinander unordentlich, sonderndurch Abbrechung und Abschütteln der kleinen>fem neben einander auf die Horden gebrachtAüchte,als welchen ohnedeni dieWurtzel nia )t werden. Aepstel und Birnen, sonderlich diegenügsame Nahrung einfiössen kan, behulf-schlechten Sorten, welche man nur für daslich seyn! dabey kan man auch dasjenige, «o Gejinde und die Tage-Löh,-er braucht, werdenWurm-stichig ist, wegthun, und solchergestalt nur zerspalten, das ediere Obst aber sauber ge-be» Baum von dem überfiüßigen Obst entledi- schalet, und die Kern-Stöcke ausgeschnitten;«en: Den, übrigen aber kan man durch Ga-,dieses muß man nicht sogleich in dieObst-Dar-ieln, Steltzenoder Stützen begegnen, und da->re bringen, sondern vvrher ein wenig abwelckenmtt den schweren Aesten ihre Bürde erleich-lassen. Was gar edwBicnen sind, werden ent-kern ; doch muß es fein bey Zeiten geschehen, weder ganft, oder was groß ist, von einander ge-und nicht, bis die Aeste schon abwärts gezogen, theilt, in Zucker gesotten, hernach gemächlichgewartet werden, weil solche alsdenn, da man ciedorrt,mit Jucker bestreut, und ais"zumCon-jhnen durchs Unterstufen zu Hulffe kommen!fect aufgehaden. 5Oie Psersiche werden auchwill, leichtlich einen Bruch bekommen können :!zertheilet, in Juck-r ein wenig gesotten, mitMan muß daher mit dem Unterlegen behutsü.u ^ geschälten Mandel n an statt ihrerKerne belegt,umgehen, und insonderheit die Aeste, die nicht^und darnach b cy einer gelinden Wärme getrock-gar'alt sind, sein sanfft unter die Stangen brin-!net. DisPffaumcn seket man eine nahe ne-gen, damit ihre zarte Zünden von den harten-bender andern auf dieDörr-Breter oderHor-Stüken nicht abgesretzet, oder verleizet werdenden, (die alle mit hölzernen Leisten umfangenmögen; weswegen man auch die Gabel, wor-^seyn müssen,) und dorret sie also nach nnd nach,auf der Ast ruhen muß, mit altenHadern oder Man pflegt sie auch zn schälen, die Kerne Her-Stroh belegen und süttern soll, damit derselbe^aus zu niachen, und also allürahlig zu trocknen,durch das Hin-und Herstossen der Winde nicht! welches hernachniahls Brinellen genennct wer-
zergvetschet werde. So soll man auch bey demAbnehmen des Obstes mit denen Bäumen der-gestalt sauberlich verfahren, daß denenftlbenkein Schaden zugezogen werden möge. Vonden Zwerg- und Spalier-Bäumen siehe anseinen Orte.
Obst-Darre, ist bey einem Land-Gute, wel-ches mit grossen Baum-Garten versehen, einnothwendiger Ort, daselbst vermittelst einesOfens, und u n denselben gebauten Gerüstes,auf welchem die Darr-Herden oder Breterliegen, allerhand Obst gebacken oder gedorretwerden k>m. Die Anlage einer solchen Darre,
den. Die saureu Kirschen werden etwas dickerausgeschüttet. Bey dem Dorren ist fleißig inAcht zn nehmen, daß man dem Obst im Anfangnicht zu starcke Hipe gebe, denn wenn die indem Obste liegende Feuchtigkeit gar zu läheund geschwind die übermäßige Hike empfin-det, wallet sie so mächtig auf, daß die Haut da-von bersten, der beste Safft ausrinnen, undalso das Obst untüchtig werden muß; wennman aber den Anfang fein gelinde macht, sovertrocknet die Feuchtigkeit allmählich, blei-bet beysammen, und macht das gebackene
und
oder gedörrte Obst safftig und wohlgeschmackt;
richtet sich jedesmal nach der Nothwendigkeit, deswegen werden auch die Darr-Hordenoderwelche die Menge des Obstes, oder die Grosse^Brerer in den Obst-Darren, vier, sechs, achtund Anzahl der Baum-Garten erfordert. Esjoder mehrfach über einander gelegt, daßbat dieselbe einen grossen Vortheil vor denen^wenn etliche von derHitze gar zu viel litten,Back-Oesen, denn zn gefchweigen, wie bc-!man solche auf die Orte/ so von derHikeam' ' ' " ' " wenigsten betroffen werden, hinbringen und
schwerlich es zugehe/das Obst i» einem Back-Ofen ein- und auszubringen, so kan m m in sel-bigen kaum den dritten Theil desjenigen ba-ck», was man in der Obst-Darre oder Dorr-Stüblcin auf einmal abdörren kan, und werden
noch darzu die Back-Oefen mit der von demObste ausdunstenden Feuchtigkeit mercklich
auswechseln möge, welches man in denenBack-Oefen nicht so anständig und beqvemverrichten kan.
Obst-Garten, suche Baum-Garten.Obst-Hamen, wird d. sienige Instrument
^ I. Nl5. ? genennet, denen man sich zu Ab«
veieeroet; da hingegen in der Odst-Darre oder nehmung des Obstes gar beavem bedienen kan,
j welches