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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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1999-2000
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Nadeln Naaelcin

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werben, sind vlsfi ihrer Grosse nach unter-schieden, und werben eingetheilet in grosse,mittlere und kleine; zuweilen sind welcheblau angelauffen oder geschwartet, deren mansich bey dem Trauer-Zeug bedienet. Ausserdiesu- ''dachtet Arte» der Nadein hat mannoch zweye' le» Sorten, die zwar eben diesenNahmen süh!<n, aber in einigen Stückende"iwch vonden erwebnten unterschieden,als dasind die Spick-Nadeln, s» von fei-nem Stahl verfettizet, ziemlich lang, auchet>"^ ffarck, unten zwar sehr zugespitzt, obenh?rgzzen statt des Knopffs oder Hehres sindselbige gegen die Spitze heru>tter hohl ver-tiesst, und m einige Theile verschnitten, ver-mittelst welchem dxx jü länglichter Form ge-sch uttene Speck gefasset, und beqvem durchdas ?u braten bestimmte Fleisch gezogen wer-den kan; die Strick-Nadeln, welche aus ei-nem Drat bestehen, der weder unten zumStechen eine scharffe Spike, noch oben einenKnvpff oder Oehr, sondern an beyden Endenrund abgeschliffen, um ben dem Stricken denFaden beqvem damit zu fassen, und dieSchmaftn zn verfertigen; perl» Nadeln,die Perlen damit an die Schnuren zu rei-hen, und was dergleichen mehrere seyn, wel-che ihres Ortes beschrieben zu finden.

Nadeln, werden die Blatter an den? Tan-ze!- Ho we, als Tannen, Fichten, Kiefern,Wachholder-Bäumen, Taxus und Lerchen-Bäumen genannt.

Nadeln-Holy, siehe Tange!-Holy.

Nägelein, Negelein, Nelcke, Gras-Blu-me, werden zum" Unterschied derer ^viiry

Nägelein

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werden, roth oderFIeisch-Farb, oder auch vonsolchen Farbe n durch eina« der gespreuger,wiewohl auch einige derselben in den grüne»Blattern unterschieden, deren etliche schmal,etliche aber etwas breiter sind. Von diesenNägelein werden die einfache meistens ausdem Sahnen fortgepflanzet, indem man ihnbey zunehmendem Monden im Frühlinggantz dünne aussäet, und die davon aufge-gangene Pfläntzlein mit einem Hebgeschnrealso aushebet/ daß die Wiirpe- anuoch al-lenthalben mit Erde bedecket bieibet, solcheaber im August - Monat wieder einsetzet,da sie denn das darauf folgende Jahr zu blü-he» pflegen; weil sie aber, wenn sie verblü-het, ausgehen, als müssen sie alle Jahre wie-der vom frischen nachgesäet werden. Diegestillten hjuaegen wollen entweder durchdie Zertheiln»-; der Winkel», oder durchdie Einseuckung, und das Anhangen, gleichdenen Topff - oder Scherben-Näeelein sorx-gepflaul'.ct und erkalten werden. Die Mar-garethen - Nägelein, welche in warmenAndern wild wachsen, bey uns aber in Gär-ten gehaben werden, sind ennveder einfacheoder aefnlüe. Die einfache» haben schmalespitziae B!ät!ein, wie die MäuS-Ochrlein,und «latte runde Stenael, aus welchen schö-ne rothe dick in einander geselle Blümleinwachsen. Die gefüllten sind wegen ihrerhäufiaen Blumen wie ein Strauß oder Blu-men-Busch anzusehen. Sie blühen im Ju-lis, bisweilen anch später, erfordern einenmittelmäßigen Grnnd, und wollen, weil sieleicht anstehen, durch die Nebenschpsse sieis-

.. . sig vermehret, und mit Fleiß gewartet wer-

Nägelein, oderVviiry-Nelcken, auch Gar-den. Die Topff - oder Scherben-Näge-ten - und Blumen - Nägelein oder Blu- lein, also genannt, weil man sie in Blumen-men - Nelcken genannt, und m wilde und-Töpffen oder Blumen-Scherbeln hält, ha-heimiMe oder Garren-Nägelein eingethei->hen alle gefüllte Blumen, und werden vorlet. Der wilden giebt es vielerley Gatlnn- die edelsten gehalten, auch ftwohl ihrer Gros-sen: Als gemeine Feld - Nägelein, derg!ei->ft gis Farbe nach, geschätzet. Die Grossechen mit bunren Blumen; mit breiten und xa„ m "ier oder mehr Grade abaetheilet wer

schmalen Blättern; mit einer einzelnenBlume; Feder-Nägelein mitwMer, Leib-und Purpur - farbner Blüthe; wohlriechen-de Feder-Nägelein; Guckgucks-Näge-lein ; rauhe Hart - Nägelein ; glatteHart - Nägelein mit grossen und kleinenBlumen; grosse und kleine Berg - Näge-lein. Die heimische oder Garren - Näge-lein sind gleichfalls mancherley. Die einfa-che mit grsssen, weissen, Leib-farbnen, licht-rothen , blaß - rothen oder bunten Blume»,welche, weil sie zu gemein, nicht sonderlichgeachtet werden. Die Bart - oder Cartheußr-Nägelein, deren sehr viel auf einemStengel, und zwar gany dicht und drang?aneinander wachsen, werden deswegen Bart-Nägelein genannt, weil sie etliche lange Blät-leinhaben, welche gleich einem Knebel-Bar»seitwärts hinaus stechen, "chre Gattunaensind, ohne daß etliche einfach, und etlichegefüllt, Westens nur aliein an der Farbe un-lerschiedm, und entweder gank weiß, welchevor r«er als die andern Gattmigm gehalten

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den, als worzu die Liebhaber ein besonderesNäczclein - lNaaß oder Compaß zu habenpflegen, so in etlichen Circkeln bestehet, davonder grösseste drey Zoll im Durchmesser hat,und die andern nach Proportion etwa umdas dritte Theil eines Zolles abnehmen. Dievier Haupt - Sorten sind 1) die gar grosseund rare Haupt-Blume. 2) Die von or-dentlicher Grosse, worunter auch die soge-nannte Nelcke mit Kindern, oder die mittisff-zerschnitre«en Blättern gerechnet werden,z) die mittlere, und 4) die kleine Art. ^ih-rer Farbe nach sind sie entweder eiusärbigt,und die ganne Blume weiß, roth, Purpur,LnearnatoderCvlumbin; odergemischt, undzwar eingesprengt, geflammt, oder marmo-rirt. In der Gärtnerey werden sie anch ein-getheilet in picoren, welche weiß, und miteiner angenehmen rothen Randirung; , inVisarten,die mit vier bis sünffFarben colorirr,!Md denn in Farben-Blumen, die aufs höchste!vr zweverley Farben hab?». Die mancher-ley Grösse und vielfältige Versetz - und Ver-änderung