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^v^ffiuesse und wirkliche Veranstal-tung angewendet werden müsse, wenn manLand-und Stadt-Wirthschafft in Flor brin-gen? die Einkunffte des Staats recht ver-nunfftig und mit Bestand gründen und ver-mehren, dabey aber die Wohlfart der Un-terthanen nicht nur nicht drücken, sondern«uch selbige immer mehr befördern will.Dazu gehöret also gute Police», die nichtnur in guten Gesetzen, sondern auch wirckli-cher Vollstreckung bestehet. Und dazu tra-gen gute Städte, ingleichen kluge Anstaltenmit denen Jmvosten, die Beförderung allesdessen, was zu Manusacturen gehöret, nem-lich damit es an Materialien, neuen Erfin-dungen, Mustern und Desseins, anten Arbei-tern, guten Wcrckzeugen, leidlicher Consum-tion, gutem Vertrieb, bequemer Correspon-denz, guter Ordnung, Zucht und Aufsicht,schöner nnd sonderlicher Waare, Freyheitenund Forderniß, und sofort nicht fehle, sehrvieles, ja alles bey. Zu einer solchen Sacheaber von so grossen Suiten gehöret auch eineigenes Collegium, so nichts als das Manusactnren - Wesen und die damit verknupffteübrige Wirtschafft und Police» ;u besorgenhat. Derer Manusacturen sind übrigens ei-ne unaemeine Menge, so erfunden, und nochzu erfinden sind. Sie sind entweder Haupt-Stämme, z. E. WoU-Manufacturen, oderNeben-Aeste, als die Tuch-Huth-Manu-sacturen. So viel Land - wirtschafftlicheHaupt-Geschaffte mit allen Sachen in de-nen drey Reichen der Natur vorgenommenwerden, so vielerlei) Manusacturen entstehendaraus, aus beyden aber das Commerciummit rohen und verbesserten oder Manusactur-Waare». Allein das gehöret hieher nicht ei-gentlich. Denn die Sache ist von so grosserWeite, daß wir ein eigenes Handwercks-Manufactur - und Fabriquen - Lexicon dazunöthig haben, um alle Manufakturen nachihren sichtbaren und unsichtbaren Haupt-und Neben-Objecten, Zwecken, Nuken undWaaren, Geschafften, Beschäfftigten/ Werck-zeugen, i'-rmini-, Innungen, Ordnungenund dergleichen kennen zu lernen. Vielleichterscheinet solches zum Nuizen derer Manu-sacturen, und derer, so damit bey denen Fi-nanz-Policey-nnd Stadt - Lollexüz zu thunhaben. Es gehöret diese Sache auch eigent-lich in die Städte. Denn Manusacturentaugen nicht aufs Land, eben wegen der Ord-nung und Aussicht, die dazu nöthig sind, jaum mehrerer Bequemlichkeit willen, andererUrsachen zu geschweige!,. Von Stadt-wirt-schafftliche» Dingen aber handeln wir hiernicht weiter, als in so weit sie mit dem Lan-de etwas gemein haben, oder damit ver-knüpffet sinv. Wer mehr davon lesen will,kan Marpergers, Bechers und LauensSchrifften brauchen. Int Handelsund im Namr - und Rlinst - istauch etwas weniges und Zener->ie5 davonzu finden. Siehe auch hier den ArtickelHandwürck.
Marcipan Marck 17-s
siehe Mexikanischeu?under-Blume. ^
Marcipan, ist eine Art ZuckerGebackeniso von ,ujien Mandeln, Hasel-Nüssen, Vi-stacien, bittern Mandeln, Apricosen-undPfer-sich-Kernen u.a.m. gemacht, und auf man-cherley Weise zubereitet wird. Der Teigdarzu, worauf das meiste ankommt, wird fol-gender Gestalt gemacht : Nachdem man dieMandeln z. E. ein Pfund, gehörig gesMet, jin kaltem Wasser eine Zeit liegen gehabt,und hernach zwischen reinen Tüchern wohlabgetrocknet, flösset man solche in einem stei-nernen Mörser zu Mus, feuchtet sie aber wzwisAen immer mit Orange-Blüth-Waffer 'oder Rosen-Wasser, damit sie kein Oelvonsich geben, welches sonst denMarcipan nngs-schmack machen würde, darunter man endlichein Pfund klein gestoßenen und durchgesieb-ten Zucker menget, und alles einem dicken !Brey gleich machet, weichen man, daß nichts ^grobes darinnen bleibe, zulestr durch ein Haar-Sieb oder Tuch treibet. Hieraus siedet »imdiesen Teig aus einem aelinden Feuer so lav- Ige, bis er sich von der Pfanne giebt, rühretihn aber darneben fleißig um, daß er nichtanbrenne. So bald er genug gesotten, gies-set man selbigen in steinerne Geschirre, so vor-hero wohl mit Zucker bestreuet seyn müssen,daß er sich nicht anhänge, und wenn er kalt,leget man ihn auf den Tisch, arbeitet ihnmir dein Mandel-oder Wargel-5?ol» wie ei-nen andern Teig in die Breiteund bildetdaraus nach seinem eigenen Gefallen aller-ley Figuren, diese werden nachdem in demÖsen gebacken, wenn sie wieder herausge-nommen, und ein Eis darüber gestrichen wor-den , alsdenn wieder in den Ofen geschoben,daß dieses auch gahrwerde. Wenn es gros-se Marcipan, pfleget man zugleich mit demEis Pistacien, Citronen - oder Pomerantzen-Schalen, Citronat und dergleichen daraus zustecken. Aus eben diesem Teig machet manauch grosse und kleine Torten-Böden, undfüllet selbige mit weichen Confitüren, wel-ches gemeiniglich gefüllter Mavcipan ge-nennet wird; oder man walgert unter einemBret, so wie auch der.Teig fleißig mit Zu-cker zu bestreuen, den Teig rund, lang undschmal, wie man es begehret, und formiretdaraus allerley Figuren, als Buchstaben, ver-zogene Nahmen, Wappen, Blumen u.s. f.backet solches in dem Ofen gehörig ab, wel-che Art man gesponnenen Marcipan nen-net, und die Schüsseln oder andere Confitü-ren daniit ausputzet.
Marck/ Heisset das Fett, welches in denenhohlen Beinen der Thiere steckt. Der Farbenach ist es unterschieden, denn in grossen Roh-ren ist es röthlich, in den kleinen aber meistschwartz - braun, und mit einem Vergammt-Hautlein umschlossen, in den schwammige»Knochen aber weich und safftig. Aus denengekochten Rindfleisch-Beinen giebt es nichtnur eine gute schmackhasste Brühe, sondern es
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