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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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1769-1770
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17«!? Mandille M«» g vlt

Mang »It

1770

ttt unter die abgerührten Mandeln, und thut bleich-grüne Blatter hat, ist zweuerlen, dersie gleich in die Mandel- Torten-Formelle- gro»e,breite und der gemeine. Der rothe/xet sie in einen Backofen, so weiden sieichon dessen Blatter entweder heil - oder dunckel-lucker lverden, und hoch ausiauffen^ Aus ei-roth sind; der gelbe mit geiblicht- grünen

ne andere A,t: Puket und stosset ein PfundMandeln im Morsel gank klein mit ein we-nig Rosen-Wasser ab, weichet Semniel Kru-men in Milch oder Rahm ein, drucket solchenachmahls wieder acnau aus, schüttet eingut Theil derselben unter die gestoßenen Man-deln, schlaget zwey oder drey Eyer-Dotternund ein ganlzes En daran, thut eines Eyesgroß frische Butter darzu, streuet etwas Zu-cker und Zimmer darein, und rühret es wiedas vorige in einem Reib-Asch fein klar zu-sammen ab. Hierauf zerklopffet in einemkleinen Topffe funsszehen gan^ Eyer undfunffzeheu Eyer-Dottern, rühret drey Vier-tel Pfund durchgesiebten Zucker darein, thut

Blattern; der grime mit schwärn - grünenBlattern, welche >amtlich wieder in grosse undkleine eingetheilet werden, wiewohl dieser Un-terscheid meistentheils im Wanken bestehet,weil er bey beständig guter Witterung zülekialle groß wird. Doch ist es am besten, daßman bey Zeiten nach dem grossen trachte, unddenjelbigen pflanke,weil von solchem die brei-ten Ribben, aus Art der Cardonen, ebenfalsmit Nuften können gebraucht werde». DerSaamen wird im Frühling im wachsendenLichte und lufftiaen Zeichen in ein Mistbeetgesäet, und die Wanken, wenn sie ziemlicherwachsen, und etwan das sechste Blat erlan-get, im wachsenden Monden in ein gutes,

etwas Saffra» und zart geriebene Citronen-fettes und etwas feuchtes Erdreich, rothe.Schalen dazu; ingleichen, so es beliebet, weisse, gelbe ?e. durch einander nach derSchuu-ein wenig gröblicht gestoßenen Zimmet, untere Ellen weit eine von der andern, verpsian-reibet dieses alles wohl durch einander, zet, beym Versetzen aber die Spitzen an de-Lndlich schmieret die Forme mit zerlassener nenWurkeln abgebrochen, damit sie desto bes-Butter, giesset den Teig darein, und backet ser in die Blätter wachsen. Wer keine Mist-sie eben wie die vorige. Au einer schwar-beete hat, mag sie nur in gutes mürbes Erd-zen Mandel-Torte nehmet ein Pfund ab- reich, und nicht gar zu dicke saen, und zu ge-gezogener Mandeln, stosset solche mit Mal- höriger Zeit verpflanften, wiewohl etliche denvasierklein ab, zerklopffet sodenn sechsEyer,Mangolt an seiner ersten Stelle stehen las->md rühret bey einer Viertel- Stunde drey sen, und, ivo er zu dick, denselben überzie-Viertel-oder auch nur ein halb Pfund Zu-!hen, u»d damit, wo er anderer Orten zudüii-cker darein; mischet^ sodenn die Mandeln, ne aufgegangen, ausbessern und ersetzen. Manund leklich zwey Händlein voll geriebenes soll, wenn die Wanken erwachsen", die Ne--mid durchgesiebtes Roggen-Brot darunter, ben-Blatter fleißig abnehmen, dabey aberrühret aber jedes eine gute Viertel - Stun-beyde Hände gebrauchen, damit man diedc lang; streuet zulekt ein halb Loth Nc-^Wurtzeln nicht zu sehr beweae; die Blättergelem, ein halb Qvint Pfeffer, wie auch ein sollen unter sich und sein säuberlich am Scen-wenig Zimmet, Cardamomen, Mnscaten-gel abgebrochen, und wenn gleich darunter et-und Blüthe, alles klein geflossen dar-!liche Stauden zu klein wären, die Blätterein, sullet den Teig in die Forme, und las-!davon abzubrechen, sollen denselbigen nichtssei ihn, wie obgedacht, backen. Bey die-!desto weniger die zwey ersten kleinen Blär-U und alle» andern Mandel-Torte», wo lein genommen werdeil, als wodurch dieBrot darunter kommt, ist zu niercken, daß ^übrige» desto geschwinder wachsen, und grös-ftlbiges nicht eher unter die Fülle gerüh- ser werden. Nach dem Abbrechen soll derret werden müsse, als gantz zuletzt, wenn Mode» fein säuberlich -amgehacket, und dasman die Mandel - Torten - Forme sogleich,Erdreich an die Stauden, so weit sie bloß,anfüllen, und in den Ofen zum Backen schie- gezogen werden, als welches zu ihrem Wachs-ven will. thum sonderbar dienlich ist. Sie wollen zu

Niandillr^war ein kurker Mantel, von Zeiten fleißig begossen fern, dasselbige aber^6M>net,Taffet oder Spitzen mit allerhand soll nicht mir blossem schlechtem Wasser qe-Ä. / .Taffet oder Spiken auf verschiedene scheheu, als welches ihnen nicht sekr zurräa-

lich ist, sondern man muß etwas gute» Mistsdarein thun, und den Mauaolt bald darauf,nachdem er abgebrochen worden, und ein Re-gen in kurtzem umnuthetwird, damit begiestsen, doch daß man mit dem Wasser nichtüber, sondern unter die Blätter komme. Jemehr man frisches Erdreich an den abgeblar-tcte» Stengel ziehet, >e besser wächset er fort.Bisweilen wird der Mangolt, absonderlichi» heisser Sommers-Zeit', gar ungeschlacht,daß er nicht mehr zu gebrauchen, da sollenaber nichts desto weniger die uitterste» Blät-ter immer fleißig abgebrochen werden, (alswelche man den Schweinen geben ka») dabeyman denn auch das Begiessen nicht vergessenL z soll-

Art falbaliret und umkräuselt, den dasMueuzimmer um den Hals, Rücken undvorne herunter hängend zu tragen pflegete.^INeko nicht mehr Mode.

Mandragora, siehe Alraun.

Mangel, suche Mandel, Mangel-Rolle.Mang-Rorn, siehe Gemang-Rorn,Mangolr, Beta, Deisse, ZZeiß-Rohl,^omiftlie Beta, ist ei» bekanntes Küchen-«raut, mit zienilich grossen Blättern, welcheM gute, gesunde und verdauliche Speise ge-«cn. giebt dessen verschiedene Arte», wel-A^Ueme durch die Farben ihrer Blätter, und^ ^kosse derselbe» von eiuauder uiilerschiede»">eroen. Der Vveisse, also genannt, weil er