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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
1749-1750
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Mali?

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weisscil Bier aber muß er nicht 10 lange wach-st», aber desto össter und dunncr gearbeitet«erden. Auf dieses alles folgt dasDörren: Ehe man das Mal« anfdieülaly-Darre oder Dörre bringt, muß man das

Feuer vorher verrauchen, und die Horden,Breter oder eiserne Bleche wohl warm wer^

das Mali?

Maltz

Mail;

, gedörretist, >s- Äorraths-Boden bis

^175°

aufdemGebrauch

oder jü'rstet es aber weder zu klein noch zu

..... ..... gwb: Denn geMshet dieses, so bleibet gar

den lassen, weil es von dem ersten Rauch bald viel i» dm Trabern: Geschiehet aber jenes,einen unangenehmen rancherichlen Geicymack >o sinket das ome zu Boden, und seket sich wie

einen unangenehni .. ^

an sich nimmt! Dahero alles yaryigre Hol«>zu meiden, und allein Buchenes, Blrckenes,AleneS, und, wo es im Uiberfluß zu haben,Nhowcnes, oder auch, wo dergleichen nicht-u bekommen, Eichen-Hol« zu gebrauchen,auch fein gemaci» solches anzulegen ist. DasMere, nemM das Eichen-Hell-, wird zwarvon etlichen ak »um Mal«-Dörren untüch-kil,, verworffen, doch niuß man an vielenOrten sich dessen bedienen, weil die andern ob

.. ^ ^ .letzet sich!

ein Stein auf einander, dadurch ein gantzesGebraude kan verderbet werden. Ehe manaber noch das Mal« in die Mühle sacket, mußman solches eine Stunde oder zwey vorker an-feuchten und besvrengen, denn sonst mäkletes sich gerne zu Staub. Wenn ein Mal«Graje-keimicht oder dumpficht worden, sönehme man auf den ersten Fall einen halben,auf den letztern aber einen gantzen ScheffelHopssmund lasse denselben im Mal«-Schro-ten alio mit herunter lauffen, so verlieret

benannten Höltzer entweder zu rar oder zu

kostbar, und um ein ziemliches theurer sind, sich aller widriger Geruch und Geschmack aus«ls dieses, zu geschweige!!, daß an derglei- dem Maltze, daß solcher nicht in 'das Bier

chen Orten, von dem mit Eichen-Hol« ge-dörreien Maltze die schönsten und besten Bie-re aebrauer werden. Die ganbe Ärbeit aufder Dörre besteher im Ausbreiten uiid Wenden des Malkes, womit man jö lange anhal-ten muß, bis das Mal« durchgehends seingleich und aenugsam abgedörret ist; ob es abergeling gedörret sey, kan man an der Rähr-Schauffel absehen, denn so lanae dieselbe vondem Maltze schivitzet, ist es noch nicht genuggedörret, wenn sie aber nicht schwiket, unddas Mal« ziemlich rösch ist, so isis genug.Das Gersten - Maly muß nicht zu hart Ze-dmet seyn, denn sonst entgehet die beste Krasst;auch nicht zu wenig, sonst last es sich nichtgerne schroten ober brechen; es mag aberein Mal« dennoch ziemlich wohl gedörretseyn, obne daß es verbrannt werde, weil das da-von gebrauete Bier einen bessern Iascht giebt,und langer bleibet. Aber das Weihen-undHaber-Ma!« zu dem braunen Bier, bevor--fen viel eines mehrern Dörrens, weil siesonst mehr weisse als braune Farbe zu gebenxsiegen. Zum weissen Bier soll das Weitzen-Maltz nur so viel gedörret seyn, daß es sichschroten lasse, weil es dem Bier die weisseFarbe also desto besser giebet. Dem braunenBier eine schöne Farbe zu geben, darf maneben nicht, wie manche Brauer im Gebrauchhaben, das gantze Mai« durchaus braun dör-ren, (als wodurch das Bier nicht nur einewidrige braune Farbe bekommet, sondernauch wohl gar rauchericht wird) sondern mankm nur ein , zwey oder dien Muiden voll, indie Darre auf den heissen Herd hinein schüt-te», lelbige wohl braun werden lassen, undbemach unrer das übrige Mai« schütten, sokriegt das Bier dennoch eine schöne Farbeund krasstigern Geschmack. Wer dem Mail-einen gute,! Geruch geben will, kan Nach-

kommen kan. Wenn das Mai« allzusehr ge-dörret und gebrannt ist, als wovon das Biereinen sirengen Geschmack und dnnckle Farbebekömmt, so wird solches ein kochgedarrtesMaly geneniict. Wird aber ein Mal« nichtauf die Darre gebracht, und wie es an eini-gen Orten gebrauchlich ist, nur an der Lusstaeirocknet, so Heisset man solches ein Lujfr-Maly/ welches den? Vier nicht nur einelichtere Farbe giebt, sondern auch dasselbigestarcker macht. Diesemnach kommet es beyZubereitung eines guten Maltzes auf folgen-de merckwürdige Puncte an: Je wenigermit der Zurichtung geeilet wird / je bes-ser pflegt es zu ger«thzn; die Gerstemuß wohl durchweichet sevN/ und wohlgewachsen haben , denn welche Körnernicht genug durchweichet, ingleichen auf dmHaussen verbrennet, geben keine Wür«e imBrauen, wohl aber Mehl und Staub, wel-ches die Hefen vermehret ; dasjenige Maly,so rorher0/ehe es auf die Darre kommt/ein acht Tage auf dem Welck-Doden ge-legen/ giebt rechts schöne wiirye, undbrauet sich tresiich reine aus; wenn dasMaly nach dem Darren in einem Haustensich eineAeit erliegen kan, ehe man es ver-brauet/ so giebt" es autch ein gutes Vier.VSie man ^zmu Halberstädtischei, Breyhahnmaltzen müsse, davon siehe die LeipzigerSammlungen p. 592 Kgiz.

Maly--Boden/ ist ein" verschlossenes Ge-mach in dem obern Theile eines Brau-Hau-ses, woselbst das gemal«te Getraide verwahr-lich aufbehalten wird.' Der Mal« - Bodenwird am schicklichsten hart an der Maltz-Darre, (?^L. wenn diese Feuer-feste gebauecist) und über der Netz-Kammer angebracht,damit das Mal« von der Darre sogleich auf».i^-"^'" U"U, ,»>> den Boden an seine gehörige Stelle, und,

^ bas Hol« davon ,n die wenn es zu seiner Zeit verbrauet werden sol-' daiiiit es nebst dem andernile, von dem Mal«-Boden durch eine so ge-

Rauchinannte Lösche/oder von Bretern zusanimenvaron m das Maltz ziehen tonne. Wenn geschlagenen Schlauch hinab i» die Ne«-

Kam-