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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
1729-1730
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Magd

erkennen müssen, dergleichen Magde nrm kön-ne» füglich IN Haus-tttägde und ». leli-MaAde eingetheilet werden. H» jenen recy-

tazd

«et mau sonderlich in denen Städten diejeni-gen, so unmittelbar derHerrschafft imHauie,in der Küche, und bey den .Kindern Dienstethun, und sind solche die Ausgebe«» vderKeschliesscTitel eineraber alödennW

chen Mägde gehöret. Diese ist bestellet, anvornehmen orten, stat der Frauen die Haus-

backen, ausser diesem aber in allen Verrichtun-gen d-e munterste undersiczu seyn. Wo vieleSchweine vorhanden, ist man einer besonder«^agd darzu benöthiget, so 5 ie Schweine-. iiagd genennet wird,und ein srarckes fleißiaesnnoalbettiamesMensch seyn muß, damit siemit diesem unbändigenVieh gut zu rechte kom-^ ^lanchei! Orten, wv eine grosseStadt,nder Nahe, wird die Haus-Magd cderauch eine von denen Vieh-Magden zurMilch-Ntagd gebraucht, welche Milch, Sahne, But-ter-Milch, Butter-e. znMarctte tragen undverkauffen muß. Uiber alle diese ist eineMurreu/ Mey^erin öden Hosmeisterin g e-yet. Die Gebuhr und Schuldigkeit der Ma-de betreffend, sie mögen nuiiAusgeberin<>enoder Beschließerinnen, Köchinnen, Kinder-Mägde, Haus-vder Vieh-Magde seyn) sehendieselben zuvörderst GOttfürchten, fleißi« be-ten, sich eines stillen, erbarn und zü6?tige,i Ge-bens undWandels befleißigen,gegen ihre Herr-schafft und Vsrgesette demüthig, ehrerbietig,willig und gehorsam,auch getreu,emsig,hunig,- arbeitsam und unverdrossen seyn, derH 'art? nicht nachhangen, noch sich über ihren hütend

ji'chen Tisch, als vors Gesinde an Speis undTmick aehörig ist,aus derSpeise-Kaniiner unddem Keller heraus zu geben,und derHerrschaffr!von allen nnd jeden geziemenden Bericht uud '

Rechenschafft zu erstatten. Dergleichen Per-sonen haben auch zugleich eine aufgetragene lVsll »acht,denen andern Mägden zu befehle».

Ja bey Adelichen Höfen pflegt oft ein soge-iiainitesHaus-FranIein adelichesStandes die-

ftDienste zn versehen, und bey Gräflichen und l , ^ ^

Fürstlichen Personen versehen adeliche Fräu-!und Herkommen kleiden,»u«en nnd schmücken,lein auch allerhand Aufwattttiigs-Dieiiste aus-!und, wieeshentzuTaae gar gemein, ihr ver-ser denenienigen Hof-Diensten, da sie denldientes Lohn pur an die Lumpen hängen; sieStaat zugleich formiren helfen. Nach derMlen des Spakieren-gehens mit verdacht gerAusgeberin folgt eine Jungfern-Magd vderzGesellfchafft oder an verdachtigeOerter, nschtmich die Junge-Mar/d/ so zu allerhand HauS-iweniger des Schencken- und Kir.üeß-LauffensArbeiten,ausser oer Küche, zuin Waschen,Keh-!fich enthalten,mit denen Knechten oder andernreu, Bohne», Ausschicken, und dergleichen ge->Kerleu sich nicht zu gemein machen, in der Kü-brauchet wird. Die RöchiN/ so die Speiseni che, Ställen und Winckeln nicht bey denensel-

Hausetragen muß. Die Rinder-Magd oder^get. Insonderheit sollen die Vieh-Magde desMuvme,welche aufdieKinder im Hause gan«! grossen und kleinen Viehes mit Fleiß warten,allein bestellet ist, selbige täglich zu warte», zu und dasselbe getreulich verpfleg?, auch nzit demremizen und zu waschen, an- und auszuziehen,!Futterfürlegen und Trancken ihre gewisse Zeitauch sie in guter Zucht zu halten, unVAcht zu und Stunde ordentlich hallen,die M:lck-KüheZeben, damit sie nicht zu Schaden kommen.!iedcsmah!s völlig ausmelcken, und ihnen nicht,

nMagde,': noth-

nchdie

Ruchen-Gelchirre reine zu halten nnd aufzu-j Stallung und Kuh-Troge oder Krippen,inglei-waiwen, auszukehren, und auf die Remigkeiti chen die Freß-Tröge des andern Viehes sauber»nHameunduberhauptzu sehe»,zu betten,ja!u»d rei»e halte», ihnen alle Tage ausmistenwenn Zeit dazu vorhanden, mit den Meh-j und frisch wieder unterstreuen, auch zuweilenMazöen grasen zugehen, nnd denenselbem denen Melck-Küken mit eiiierStriegel den i'n-Wken zu helffen :e. Die Vieh-lNägde sind! flat abkratzen, als welches ihnen sehr wohl be-u.'er Rind- Ziegen- und Schwein-Vieh, j kommt. Auch des Nachts sollen sie wache seyn»Met, solches zu beschicken, zu warten uno zu und fleißig nach dem ZSieh hören, ob nicht ir-Bey grossen Gutem, wo eine starcke!gend einem etwas mangele, oder daß es kranckn? v , ^ eme Grosse-NIagd, l sey, und da sie etwas spüren,ungesäumt anfste-Kühe RleineNlagd, »elci)evie^hen und zusehen, auch benndenden ll'nstmiden

tern,beii.s^^

Wkobetzsrig ausmisten, Gras und'Kraut ho-! damit zeitlich Rath geschaffet werde. Sie sel-!"' ^eis;en schräpffen, ihnen die Siede ein- >len gute Ächtung aufdas Feuer haben, dassel-und andere dergleichen Arbeiten ver- bige zn Nachts wohl verwahren,mit dem L.chte»M» linker diesen hat insonderheit in den S.allen behutsam unigehen, auch das"eWrosse-M'izd das Amt '.ufsich,das Brot zu Feuer-Icuzund Zunderwchl in Ächt nehimn,, "üconvmisch. I.kxic. II Tyeil. ! I! solches