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Die Geschichte der Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein
Entstehung
Seite
75
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Zteiu aus der Sank am SrülkenpMer. (Vergl. S. 74.)

Steins letzte amtliche Tätigkeit gehörte, wie seine erste, der Pro-vinz Westfalen. Er hat als königlicher Kommissar des WestfälischenLandtages segensreich gewirkt, wie immer iyis Taten zu Nutz undFrommen des Landes gedrungen und manchem unwissenden, aber eitlenund vorwitzigen Schwätzer ziemlich uusaust den Mund gestopft, und da-mit klar bewiesen, daß^ wenn er mit Nachdruck eine Repräsentativver-fassung des Volkes verlangt hatte und verlangte, er keine Schwätzer großziehen wollte. DerWirt z.B., bei welchem Stein in Unna einzukehrenpflegte,fragte, was er als Landtagsabgeordneter denn zu tun habe. „Sich hinsetzenund hören, was klügere Männer sagen!" war Steins Antwort. Indieser Stellung verkehrte Steiu wieder viel mit Vater Vincke, dem west-fälischen Oberpräsidenten. Wie er ihn zu diesem Amte befördert hatte,so hat er ihm noch manches väterliche Wort zugerufen. „In solchenverwickelten Verhältnissen", schrieb er ihm 1827, „die der Mensch nichtmit seiner Kurzsichtigkeit zu durchschauen vermag, tut man am besten.Ihn lassen walten, Er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten,daß du dich wundern wirst, wie der alte Paul Gerhardt rät." Steinmußte sehr bald diesen Rat für sich selbst gebrauchen. Sein altes Po-dagra nämlich warf sich auf die Brust und bewirkte einen schmerzhaftenKrampfhnsten, der mit Luugeuschlag zu enden drohte. In großer Schwächeschrieb er : „Krankheit lehrt Geduld, Ergebung in den väterlichen Willendessen, der sie uns sendet, löst vom Irdischen; Krankheit gehört zu den