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Die Geschichte der Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein
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Anker im Tode. Es wird sich solche Geistliche wählen und vonden andern sich abwenden." Selbst Mitglied der Synode, schrieber dem Präses derselben, Pastor Bäumer: „Die erste und wich-tigste Frage bleibt immer die: Was soll gelehrt werden? einegeoffenbarte und christliche Religion? etwas Festes, Bestehendesin einem Geiste, der bekennet, daß Christus von Gott ist, oderder das nicht bekennet, den 1. Joh. 4, 1—3 den Geist desWiderchrists nennt, der Rationalism, etwas Unbegrenztes, Vages,das zuletzt allen Irrtümern, deren menschlicher Dünkel fähigist, den Zugang eröffnet? . . . Welches wäre das Resultat dieserVerwirrung des Geistes, wachte nicht die göttliche Vorsehungauf die Erhaltung des göttlichen Wortes über dem armenMenschengeschlecht!"

Stein besuchte in Nassau mit seiner Familie jeden Sonntagden Gottesdienst, und wenn er in Kappenberg entfernt von derKirche war, ein um den andern Sonntag, während die zwischenliegenden ganz seinen Dienstboten gehörten. Er wollte in derKirche Erbauung aus Gottes Wort, keine Redeblümchen, keinWortgeklingel. „Wozu ihre Kanzelberedsamkeit", fragt er, „die dieKirchen verödet? Für den Vortrag eines selbst höchst gewöhn-lichen, aber demütigen, frommen, für das Seelenheil seinerGemeinde besorgten Predigers sind die Zuhörer immer empfäng-lich, durch den in ihm wohnenden frommen Sinn, durch dieEinwirkung des Geistes Gottes, durch die Kraft des Gebetes."

Er hatte in Nassau einige Jahre einen Pfarrer, den ernicht mochte, einen Mann, welcher ein zu mattes, zuweilen einzu langweiliges Evangelium predigte. Ging er dann mit seinemalten Freunde Arndt, der ihn oft besuchte, von der Kirche heim-wärts, so sagte er wohl zu ihm: „Man nimmt doch etwas mitzu Hause, was man nicht gehofft hatte!" oder: „Wir müssenGeduld lernen, wir haben hier des Himmels wegen auch oftunsere Langweile. Ich hoffe, im Himmel wirds frischer undlustiger sein." Ein andermal sagte er einschneidender, groß-artiger: „Die dummen Kerle haben die Kapitel vergessen, dieim Allerheiligsten der Bundeslade in Gold eingewickelt liegen,vor welchen sie anbeten sollen. Sie wissen viel mehr zu schwatzenund Glossen über die Ochsen und Esel zu machen, welche dieBundeslade ziehen sollen. Das Herz empor! Und den Hutab in Ehrfurcht! Das empfinden sie nicht. Je nun, wirkönnen uns doch trösten. Ist die Predigt schlecht, so erklingt