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Die Geschichte der Reichsfreiherrn Karl vom und zum Stein
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Konferenz. Im Begleitschreiben sagt er: „daß ihn nur alsStaatsdiener die Pflicht und keine persönlichen Beweggründezu diesem Schritte getrieben, daß ihm hierdurch keine Vorteile,vielleicht aber wohl Nachteile durch das Mißfallen Sr. Majestäterwachsen könnten, wodurch er genötigt werde, unter ob-waltenden Verhältnissen um seine Entlassung nachzusuchen.Doch weil er es pflichtgemäß halte, mit Freimütigkeit seineMeinung zu äußern, so überlasse er die Folgen seines Handelnsmit Gelassenheit der Vorsehung, in deren Hand dasSchicksal der Regenten und der Staaten, wie des ge-!ringsten ihrer Bewohner stehe!" Noch immer behieltenjene Männer Amt und Würde, Stein wurde nicht müde, mit ^offenem Visir gegen sie zu kämpfen. „Ich mache es nicht"hat er einmal gesagt, „wie ein begossener Kater, der den Schwan;zwischen die Beine zieht und sich davon macht; ich beiße tüchtigum mich." Der König seinerseits wollte nicht gedrängt sein,„Ob man ihn", sagte er zu Stein, „für eine Schlafmütze halte? .Seine Entschließungen erfolgten nur aus Ueberzeugung!" So!bliebs denn beim alten uud Preußen sank so tief, daß es im.Streben, sich selbst zu retten und zu bereichern, auf den vomfuchslistigen Napoleon hingeworfenen Köder, den Besitz Han-novers, anbiß und die große deutsche Sache im Stich ließ.

Unterdessen war die Fäulnis auch im deutschen Reiche im-mer offener zu Tage getreten. Die Herrscher von Bayern undWürttemberg hatten sich von ihrem Patrone Napoleon zu-Königen stempeln lassen und schlössen am 12. Juli 1806 imVerein mit Baden, Berg, Hessen-Darmstadt, Nassau und 10 >kleineren Fürsten den schmählichen Rheinbund, und beugten-— die Deutscheu! — ihren Nacken vor dem Götzen Napoleon, -uueiugedenk des alten deutschen Sprichwortes: „Es ist besser,!dem Landsmanne die Stiefel putzen, als dem Fremdenden Fuß küssen!" — Am I.August erklärte der französische-Gesandte Bacher, ein geborener Deutscher, zu Regensburg, ?daß sowohl sein Herr, als auch der Rheinbund das deutscheReich nicht mehr anerkenne. Kaiser Franz legte darauf Scepter -und Krone des alten heiligen Reiches nieder, und auf den !Straßen sang man den Spottreim: „So ward das heilgedeutsche Reich in Regensburg verbachert, und von den Fürstengroß und klein in Regensburg verschachert." — Preußen, aus!seinem Schlaf erwachend, hatte endlich, nun zu spät, den