644 Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. Iß. Jahrhundorts.
der Verwaltung betlieiligt haben, da auf eine Zahlung von3 bis 4000 Gulden angespielt wird, die nur von wenigenSchuldigen in solcher Höhe geleistet werden musste.
7. Mit dem vorigen eng verbunden erscheint HunnighWeide nheuft, Vers 101.
8. Paulus Bohn, Vers 104 ff., wird als TrinkerundTri efäugiger charakterisirt, sein Antlieil an den 7,u erlegendenGeldern auf tausend Mark geschätzt.
9. Da nach Vers 111 eine Lücke anzunehmen ist, fehltder Name dessen, der zur Zeit der Abfassung des Gedichtesauf dem Thurme des am Ende der Scherpstrasse befindlichenThores gefangen gehalten war. Nach Reifferscheids an-sprechender Vermuthung zu Vers 111 ist hier der Bürger-meister Peter von Inden gemeint, der bis zum 11.Juli 1513 im Gefängnisse bleiben musste.
10. Herper, Vers 118, ist wohl identisch mit dem,Vers 134 genannten Claus Herper, der als Verführer desGerlach Zink bezeichnet wird; er scheint in der Nachbar-schaft des in der eben besprochenen Lücke genannten ge-wohnt zu haben.
11. "Wilhelm Nütten, Vers 147, wohnte wahrschein-lich bei der schon im 13. Jahrhundert genannten Pletsch-mühle in der Adalbertstrasse l ); vgl. im übrigen die Anmer-kungen Reifferscheids zu Vers 148 ff.
12. Huprecht Freis, Vers 154, scheint schon vordem Beginne der Untersuchung verstorben zu sein, diese haterst seine nicht unerhebliche Betheiligung an den Missbräuchenaufgedeckt.
13. Adam Nütten, Vers 158 ff., hat wie sein Ver-wandter Wilhelm die Flucht ergriffen, sein Haus ist leer.
14. Job an Bertholf, der sich nach Vers 164 ff.durch grosse Habgier ausgezeichnet hatte, gehört einer älterenAchener Patrizierfamilie an, wahrscheinlich ist er der in Ur-kunden der Jahre 1492 und 1500 auftretende Schöffe 2 ).
') Vgl. das Verzeichniss bei Laurent, a. a. 0. S. 426 a. E.-) Vgl. von Fürth, im deutschen Herold, Jahrgang 4, S. 32,Sp. 2, Note ***) und die Urkunden 23—25 bei Loersch, AchenerR.-D. S. 229 ff.