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VI. Zeitraum.
Achen unter der Fremdherrschaft.
Während man in Achen vergebens an der Versöhnungder Parteien arbeitete, bereiteten sich in Frankreich welt-erschütternde Ereignisse vor. Die am 5. Mai li789 nachVersailles zur Verbesserung der heillos zerrütteten Finanzennach hundertfünfundsiebenzigjähriger Unterbrechung be-rufenen alten Reichsstände gestalteten sich gegen den Wil-len der Regierung schon in den nächsten Tagen zur Na-tionalversammlung um, welche den Feudalstaat in einkonstitutionelles Königthum verwandelte, Landeseintheilung,Verwaltung und Gerichtswesen völlig umschuf, mit demAuslande, in das es die neuen Grundsätze einführen wollte,Krieg begann, den seiner Macht völlig entblössten KönigLudwig XVI. gefangen nahm, dann absetzte und am 21. Sep-tember 1792 Frankreich zur Republik machte 1 )- Gegen
l ) Zur Vorbereitung seiner Pläne, den gefangenen König Lud-wig XYI. in seine frühere Stellung zurückzuführen, hielt im Sommer1792 der König von Schweden, Gustav III., sich bald in Achen, baldin Spa auf. Sein von den schwedischen Ständen 1809 zur Abdankunggezwungener Sohn Gustav IV. lebte in den zwanziger Jahren des19. Jahrhunderts eine Zeitlang in Achen unter dem Namen einesOberst Gustavsohn. Die französische Revolution führte den AchenerBädern viele vornehme Emigranten zu, besonders in dem Jahre 1792,in welchem auch der berühmte deutsche Schriftsteller Herder hierHeilung von einem rheumatischen Leiden suchte, der zehn Jahrespäter den Besuch wiederholt.