Beilage B. zu S. 266.
Klage über den Untergang der Reichsstadt Achen.
Fuit Ilium.
Pipin's unsterblich hoher Sohn,
0 grosser Carl! wie ist vom ThronDer Schönheit Deine Stadt gesunken,Von Aschenstaub verdeckt und Funken;Die Stadt, die Dein Gebein und SchwertUnd Deine Krone wahrt und ehrt!
Die Stadt, die tausend Jahr schon blühte,
Sollt', trotz der Heiligthümer Güte,Die gottesfurchtig sie gehegtUnd treu in ihrem Schooss gepflegt,In Feuersnotli nicht Rettung finden,
Als Gott der Herr mit Seinen WindenDie Flamme jug von Dach zu Dach,
Durch alle Gassen tausendfach!
Warum wollt'st Du nicht Hilfe senden,Da gier'ge Flammen Kirchen schändenUnd Klöster, ja das Münster garDurch Dich geweiht? — Nicht FeindesschaarMit Trommel naht und Mordgewehren;Die Bürger seh'n mit bitt'ren ZährenZerstöret all ihr Hab und GutVon einer Einz'gen Feuersgluth,
Wo es in Staub und Rauch verendet.
0! warum hat nicht abgewendetDie Notli des Betens Weiheduft,
Als aus der Strassen glüher LuftDas Volk zu Berg und Wald geflohen,Die glücklich preisend, die im lohenGluthmeer vollendet ihren Streit,
Und jeden Elends jetzt befreit,
42