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Beilage E. zu S. 404.
Krinnings- oder Reichsinsignien.
Die liaeh der Salbung den Königen überreichten Zeichender Herrschergewalt sind nicht zu allen Zeiten dieselbengewesen. Bei den Krönungen Ludwigs des Frommen undLothars I. war nur von Krone und Seepter die Rede. BeiOtto I. werden das Schwert mit dem Wehrgehänge, derMantel mit dem Armschmuck oder den Armspangen, derStab mit dem Seepter und das Diadem erwähnt. Nach demrömischen Pontificale für die Kaiserhrönungen erscheinenals wesentliche Attribute: Schivert, Krone, Seepter und Thron.In einem Briefe Gregors IX. an Friedrich II.'), in welchemdie Insignien des Kaiserthums erklärt werden, sind alssolche das Kreuz, die Lanze"), die Krone, das Seepter undder goldene Apfel genannt. Nach Böhmer, Regest. Stauf, p. 95,befand sich unter den Reichskleinodien ein Zolin des h.Joh. des Täufers. Als wesentlich erscheinen bei Rudolfsvon Habsburg und späterer Herrscher Krönung: das Schwert,der Ring, das Seepter , die Erdkugel oder der Reichsapfel,die Krone, die Armspangen und der Mantel.
Ausser diesen wesentlichen Reichsinsignien gab es eineMenge anderer zum Krönungsornate gehörender Gegen-stände, welche man bei Beeck kennen lernt. Dieser er-zählt in seinem Aquisgranum S. 158 und 159, dass seiteinigen Jahrhunderten Nürenberg aufbewahre: Die Krone,die mit kostbaren Perlen besetzte Dalmatica, den könig-lichen mit goldenen Adlern durchwirkten Mantel, jene ausweisser, dieser aus rother Seide, eine goldene mit Gemmengezierte Stola, ein OberJcleid von rother Farbe, den Reichs-apfel und ein Schwert 3 ) Karls des Grossen, die mit grossen
J ) Bei Constantin Höfler, Kaiser Friedrich II., S. 29, München1844. — -) Der Leichenzug Otto's III. brachte die Reichslanze alswichtigstes Reichskleinod aus Italien nach Deutschland. Thietm.ohron. IV. 31. — 3 ) Das, welches zu Nürnberg aufbewahrt wurde,ist schwer, breit und lang, ein anderes, das sich zu Achen befand,ist klein und gebogen. Beider bediente man sich bei Gelegenheit,um den Ritterschlag zu ertheilen.