Blöndel.
Y. Zeitraum.
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Achen erholt sich allmählich unter steten Kriegsbedräng-nissen und Zwistigkeiten mit Jülich. Innere Parteikämpfe.
Die Mäkelei.
Nach dem Brande hat ein Mann Achen zu grossemDanke verpflichtet. Es war der wahrscheinlich 1613 zuLtittich geborene Arzt Blöndel, welcher es sich zur Lebens-aufgabe machte, der Stadt durch Anpreisung ihrer Heil-quellen und Belebung der Badesaison wieder aufzuhelfen.Er wurde in diesen Bemühungen durch seine CollegenHeusch, Oliva und Peter von Spina unterstützt. Von ihmwurde auch das Trinken des Thermalwassers in einer1655 von ihm herausgegebenen Schrift 1 ) anempfohlen. Zuden vornehmen Badegästen, die sich eingefunden hatten,gehörte auch Henriette von Oranien, die erste Gemahlindes grossen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm von Brandenburg.
Nach einjährigem Interregnum wurde am 18. Juli 1658der jüngere Sohn Ferdinands III., Leopold I., in Frankfurtzum römischen Kaiser gewählt. Der Ehrgeiz des fran-zösischen Königs Ludwigs XIV., welcher nach dieser Würdestrebte und die Stimmen der drei geistlichen Kurfürstenfür sich gewonnen hatte, hielt die Wahl Leopolds auf.Endlich wurde diese durch die Bemühungen FriedrichWilhelms des Grossen, Kurfürsten von Brandenburg, durch-gesetzt. Die Krönung geschah in Frankfurt. Obgleich die
') Yom Trinken des Thermalwassers spricht auch schon 1550der Arzt Bruhez, Dr. Lersch, Aufsätze 1872 S. 10. — Erst im Jahre1704 wurde der Trinkbrunnen auf dem Komphansbad aufgeführt.