Beilage C.
Die Ueberbringnng der Reichsinsignien von Achen nachFrankfurt im Jahre 1742.
Heinrich Albert Ostlender, Licentiat beider Rechte und„Rathshauptsecretarius" von Achen, schrieb in einer auch fürdie Mitte des vorigen Jahrhunderts auffallend ungebildetenSprache die Erlebnisse der Achener Abordnung zur KrönungKarls VII., welche am 12. Februar 1742 in Frankfurt statt-fand. Der Bericht ist nicht ohne lokale Bedeutung undgibt, wenn auch unerfreulichen, Aufschluss über gegenseitigeBeziehungen Achens und Kölns und der KurfürstenthümerPfalz, Köln und Mainz zu einander und ist nicht ohne In-teresse für die gesellschaftlichen und wirthschaftliclien Ver-hältnisse. Er nimmt Bezug auf das Krönungsdiarium Karls VII.,scheint aber selbst nicht gedruckt worden zu sein. Das hierMitgetheilte ist ein Theil — 17 Folioseiten — eines Manu-scriptes von der Hand des Kanonikus von St. Adalbert, JohannKaspar Rütgers, welches einem Exemplar von J. J. Moser'sStaatsrecht des Heil. Römisch. Reichsstatt Achen vorgebundenist. Dasselbe war im Besitze des durch seine Gattin mit derseit dem Anfange des 17. Jahrhunderts in Achen bekanntenund angesehenen Familie Rütgers verwandten Peter NicolasBrewers, der als Kirchenvorstand von St. Foilan und als Diri-gent der Armenverwaltung am 11. März 18 7 2 starb, undgehört gegenwärtig dessen Schwiegersohn, dem Kaufmann undKirchenvorstand von St. Foilan Peter Steenaerts.
Von S. 17-—42 enthält das Manuscript Documente überdas Recht Achens, der Krönungsort zu sein, über die in Achenaufbewahrten drei Krönungsinsignien, welche beschrieben wer-den, und über die fünf in Nürnberg befindlichen : Krone, Scep-ter, Reichsapfel, Schwert und königliche Kleidung, dann Re-versale, Creditivbriefe, den Eid, welchen Karl VII. als Stiftsherrleistete, die Angabe der dem Münster und dem St. Adalbert-