Druckschrift 
2 (1874) Vom Jahre 1400 - 1865 : mit Ill., 8 Beil. u. Reg.
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

II Ii Zeitraum, (Fortsetzung.)

Acliens Bündnisse und Fehden. Kampf der Ziinfte oderder Gemeine gegen den Erbratli, der endlich 1513 unter-liegt (13461513).

Wir gehen zur Geschichte Achens während des 15. Jahr-hunderts über, eine Periode, die reich an inneren Bewe-gungen und an politischen oft blutigen Kämpfen ist, indenen die durch Wohlstand zum Selbstbewusstsein er-starkten Zünfte nach politischer Selbständigkeit ringen undgegen die Mitte des Jahrhunderts einen vollständigen Er-folg haben, der ihnen aber allmählich wieder entwundenwird. Der mit dem Beginn des 16. Jahrhunderts wiederaufgenommene Kampf geräth durch die religiösen Gegen-sätze, die um den Vorrang streiten, in Vergessenheit.

Die Meierei und Vogtei über Achen hatte das HausJülich, das beide später, seit dem westfälischen Frieden(1648), als Eigenthum besass und des Kaisers Vogt undMeier anstellte, jenen für die peinliche Gerichtsbarkeit,diesen für bürgerliche und Polizeiangelegenheiten. Ueber dieRechte des Herzogs in seiner Eigenschaft als Vogt und'Meier von Achen sind wiederholt Streitigkeiten entstanden,die im Grunde nie erledigt wurden. Am 31. Mai 1400verpfändete der Herzog Wilhelm von Jülich sie auf zweiJahre an Peter van Louwenberg oder Löwenberg, Schöffenzu Achen, für 4419 rheinische Gulden, welche der Herzogdiesem schuldete. Wie bei der Verpfändung vom Jahre1380 (1. 313) waren Lombarden und Münze wieder aus-genommen.

1