042 Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts.
im Jahre 1507 mit Peter von Inden Bürgermeister war undzwischen 1500 und 15 08 mehrfach als Schöffe genannt wird ').
Ausser den im Vorstehenden besprochenen zwölf Namen,finden sich in dem Gedichte noch sechsundzwanzig' Personengenannt oder durch Nennung ihrer "Wohnhäuser bezeichnet,welche bei Meyer nicht vorkommen, oder wenigstens nichtohne weiteres als mit dort genannten identisch bezeichnetwerden können. Ich führe sie hier an in der Reihenfolgeihres Vorkommens im Texte des Gedichtes ; die meisten sindvöllig unbekannt und nur einzelne geben zu BemerkungenVeranlassung.
1. Johan Schütz, Vers 76 ff. "Wird hier von dem'Angreifen' durch den Meyer gesprochen, so kann, wie be-reits von Reifferscheid in der Anmerkung zu V. 7 7 her-vorgehoben, sowohl an Gefangennehmung durch diesen Beamten,wie an die durch ihn vorgenommene 'peinliche Befragung' gedachtsein; dass letztere bei einzelnen Rathsherren in Anwendung ge-kommen sei, sagt ausdrücklich das beiMeyer, S. 421, § 53,abgedruckte kaiserliche Mandat vom 2 2. März 1513.
2. Meister Peter wird in den Versen 78 und 79 nurkurz erwähnt. Von den bei Meyer, S. 420, § 51, aufge-zählten elf Rathsherren, deren sieben, wie oben gezeigt, indem Gedichte vorkommen, haben die drei ersten, die auch zuden grössten Entschädigungssummen (3 000 und 4000 Gul-den) veranschlagt sind, sämmtlich den Vornamen Peter ; un-zweifelhaft ist auch hier einer von diesen gemeint, ob Peter"Wolff, Peter Stoltz oder Peter von Inden, muss dahingestelltbleiben. Der letztere war (wie aus M e y e r s Angaben S. 420,§ 5 2 und S. 42 5, §64 hervorgeht) wohl am meisten com-promittirt, 1507, 1509 und 1512 Bürgermeister gewesen,und wurde bis zum 11. Juli 1513 in Haft gehalten ; er ist
') Vgl. die Urkunden 24—26 bei Loerscli, Achener R.-D.S. 230 ff. Unzweifelhaft ist hier der Name des Wohnhauses zumFamiliennamen geworden. Schon gegen Ende des 14. Jahrhundertskommt die Familie vor, vgl. Aeliener R.-D., S. 189, § 3, kam abererst viel später in den Schöffenstuhl. Ein Haus 'zur Maus' findetsich noch jetzt auf dem Miinsterkirclihofe , dasselbe Haus wird ge-nannt in der kleinen Achener Chronik, Annalen des histor. Vereinsfür den Niederrhein, Heft 17, S. 6 zum Mai 1428; vgl. Haagen,Geschichte II, S. 34.