Zwei Achener historische Gedichte des 15. u. 16. Jahrhunderts. G41
kommende Vorname und die Entfernung aus der Stadt jadurchaus zutreffen. Von Franko Block, den Meyer zuletzterwähnt, wird dann in Yers 142 erwartet, dass er baldzurückkehren werde; nach den sich hier findenden Anspie-lungen scheint er die Fabrication von Tuch betrieben zu haben.Bei den meisten der vorgenannten wird Münster, auch Mün-ster im Thal, als Aufenthaltsort genannt (Yers 139, 140,236, 248, 274); gemeint ist das etwas mehr als eine Meilevon Aclien entfernt gelegene Cornelimünster'), hier fandendie Flüchtlinge auf dem Gebiete der reichsfreien Abtei, dieauch in der Regel mit der Stadt in Streitigkeiten verwickeltwar, in nächster Nähe ihres heimatlichen Heerdes eine völligsichere Zufluchtsstätte.
In einer am 25. August 1513 stattgehabten Verhand-lung, über -welche Mey er, S. 422 ff., §57, berichtet, wurdeeine Anzahl von Mitgliedern des früheren Käthes über ihrVerhältniss zu den noch immer ausserhalb der Stadt verwei-lenden Genossen vernommen ; von den bei dieser Gelegenheitangeführten Namen finden wir drei im Spottgedichte wieder,nämlich Peter Hub oder Hubbe, Vers 193 ff., (Gerard) Po-nell oder Pawenel, Vers 2.10 ff., und Daniel von der Kannen,Vers 282 ff., deren Träger also auch wohl ärger compromit-tirt waren, als dies aus dem bei Meyer gesagten hervorgeht.
In den der kaiserlichen Untersuchungscommission über-reichten Denkschriften, wodurch der sog. neue Rath sich gegendie Anklagen des seit dem Februar 1513 abgesetzten ver-tlieidigte, wurde auch nachgewiesen, dass unter den in denletzten sieben Jahren fungirenden Bürgermeistern in unver-antwortlichster Weile Leib- und Erbrenten bis zu sehr hohenBeträgen verkauft worden seien, wodurch natürlich die städti-schen Finanzen auf lange Jahre hinaus belastet blieben. Vonden solcher Verschleuderung beschuldigten Bürgermeistern,welche Meyer, S. 425, §64, aufzählt, wird im Gedichteanscheinend nur ein einziger genannt. In Vers 258 wendetsich der Verfasser zum Bischofstab, der neben der Maus wohntund wie viele andere das Weite gesucht hat. Gemeint isthier Gillis (Aegidius) van dem Buschofstave, der nach Meyer
') Vgl. Kaltenbach, der Regierungsbezirk Achen, S. 202.
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